Hat dieser Start-up-Stil unsere Arbeitswelt dauerhaft verändert?

In jeder Generation gibt es die jungen Unternehmer, die alles immer anders und manchmal besser gemacht haben. Jetzt sind wir gerade an der Schwelle zur Digitalisierung und da wird alles, was wir in den vergangenen hundert Jahren fleißig einstudiert haben – sämtliche Theorien, in Frage gestellt und müssen auch in Frage gestellt werden. Es gibt ganz neue Herausforderungen und alte Regeln werden umgestoßen. Das muss auch so sein, wenn sich eine Gesellschaft und vor allem auch eine Wirtschaftswelt weiterentwickeln möchte.

Schlagwörter wie Work-Life-Balance, Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten stehen ein Stück weit für die Arbeitswelt von Start-ups – werden sie durch die jetzige Generation von Jungunternehmern zukünftig die gesamte Wirtschaftswelt prägen?

Diese Dinge werden ganz oft auch mit dem Begriff Generation Y in Verbindung gebracht. Diese Generation, die so erzogen wurde, will vieles anders machen. Darin steckt auch die Idee zum eigenen Start-up – etwas neues zu erschaffen. Der Knackpunkt sind die Fragen – wie bei kleinen Kindern – können unangenehm sein und passen oft nicht in die strengen Strukturen eines Konzerns. Wer unangenehme Fragen stellt, gilt dort häufig als “Troublemaker”. Genau diese Menschen stoßen in eingefahrenen Strukturen an Grenzen. Sicher fragt sich der eine oder andere: Kann man das nicht auch anders machen? Wie könnte das besser gehen? Gleiches gilt dann auch für den Arbeitsalltag: Homeoffice für Leute, deren Kinder erkrankt sind oder die sich mal nicht perfekt fühlen und alle anstecken wollen. Oder Langschläfer kommen lieber erst um elf zur Arbeit, aber bleiben dann entsprechend länger, weil sie dann besser arbeiten können. Das sind Dinge, die eigentlich trivial sind und auf der Hand liegen, die aber erst in jüngerer Zeit in Frage gestellt wurden, weil Relikte aus Zeit der Industrialisierung hier in den Köpfen bestehen, die aber dank der Digitalisierung ad acta gelegt werden können und müssen.