Was unterscheidet Unternehmen ohne und mit Start-up-Mentalität?

Start-ups beginnen häufig etwas vollkommen Neues. Entscheidungswege sind dort einfach um ein Vielfaches kürzer als in einem Konzern. Möchte ich beispielsweise in dem einen oder anderen Konzern eine Software aus dem Internet herunterladen, dann muss ich erst einmal einen schriftlichen Antrag ausfüllen und wenn ich Glück habe, darf ich diese dann nach Tagen oder Wochen installieren. Bei einem Start-up würde man sich in der Regel wundern und fragen, weshalb darf ich denn jetzt meinen eigenen Computer nicht mitbringen oder irgendwelche kostenlose Software herunterladen. Historisch gewachsene Strukturen sind nicht vorhanden, die Unternehmens-Compliance befindet sich im Frühstadium und Entscheidungen werden einfach und schnell getroffen. Wenn dann was dann nicht klappt, kann schnell á la “Trial-and-Error” reagiert werden.

Lässt sich dieser Startup-Geist in klassische Unternehmen einbringen?

Sicher! Menschen, die den Startup-Spirit mitbringen, haben sind im Durchschnitt risikofreudiger und ihnen ist meist bewusst, dass ihre Start-up-Idee auch nicht funktionieren kann. Eigentlich brauchen wir klassische Unternehmen – Mittelständler und Konzerne – die zugeben, dass sie ein Problem mit der digitalen Transformation haben. Davon gibt es mittlerweile immer mehr. Sie lassen sich auf Experimente ein und laden bspw. Gründer ein zu Workshops ein, um gemeinsam Ansätze zu erarbeiten. Außerdem braucht man Leute, die das gefühlt schnellebige Digitalgeschäft bzw. die “Schöne neue Welt” dem klassischen Unternehmer übersetzt und ihm hilft, das ein oder andere zu testen und adaptieren. Also einfach umsetzbare Dinge anzustoßen und so die richtigen Impulse zu setzen.