Eines der Lieblingsthemen des Technikchefs: Effizienz. Sowohl Punkt zwei („Test Driven optimization“) als auch Punkt sieben („Time-Boxes create efficiency“), acht („Efficiency is fun“) und neun („Simple is beautiful“) beschäftigen sich mit einer Form der Optimierung. Zu Punkt sieben zeigt er beispielhaft den Zeitplan eines Rocket-Launches, wie Tag eins bis Tag 100 getaktet sind. Obwohl sich auf der Folie nicht viel erkennen lässt, gehen etliche Smartphone-Kameras in die Höhe.

Christian von Hardenberg beschreibt aber auch, wie schwierig es ist, ein Unternehmen, das als Start-up agieren will, aber selbst schon eigentlich eher als Konzern gilt, flexibel zu halten. „Wogegen ich ständig kämpfe: Wo bauen wir Komplexität auf, die wir nicht brauchen?“, sagt der Rocket-CTO. Warum er diese Einfachheit für wichtig hält, erklärt er mit einer einfachen Frage-Antwort-Kombination. „Warum sind Banken so langsam? Wegen ihrer Komplexität.“ Und langsam, das dürfte nun wirklich kein Wort, mit dem Rocket Internet in Verbindung gebracht werden will.

„Wir werden jede Woche gehackt“

Allerdings agiert die Start-up-Schmiede in einigen Fällen doch wie ein normaler Konzern, beispielsweise beim Thema Sicherheit. „Wir werden im Prinzip jede Woche, jeden Monat gehackt“, berichtet von Hardenberg. Genau wie andere börsennotierte Unternehmen hackt sich Rocket Internet deshalb selbst, um die Sicherheitslücken zu finden, bevor sie jemand anders ausnutzt. Wenn man sich in das E-Mail-Postfach seines Chefs einlogge und seine Mails mitlese, bekomme er ein anderes Verständnis für das Thema, so der CTO.

Als bahnbrechend lassen sich die Erkenntnisse aus dem Vortrag sicherlich nicht bezeichnen. Doch dass er mit seiner Präsentation nur einen kleinen Einblick in die Welt von Rocket Internet gegeben hat, weiß Christian von Hardenberg auch selbst. „Wer mehr lernen will, muss mit uns arbeiten“, sagt er und lacht.