Genau wie bei „Buns & Sons“ läuft allerdings auch bei ihm am Morgen der Eröffnung nicht alles rund. Sein Problem: der Strom. Wenn der Ofen gleichzeitig mit einem anderen Gerät läuft, fliegt die Sicherung raus. Sahin schwitzt in der Küche, während seine Gäste im Restaurant auf das Essen warten. Anders als bei „Buns & Sons“ können die Besucher allerdings schon mal zum Brot greifen, das als Vorspeise gereicht wird. Glücklicherweise leidet der Geschmack nicht unter der Wartezeit. Als ein Kamerateam eine Kundin nach ihrer Meinung fragt, schwärmt sie, das Essen sei „total lecker“.

Okan Sahin von „Die kleene Aubergine“ beim Kochen.  Quelle: Kabel 1/Richard Hübner

Okan Sahin von „Die kleene Aubergine“ beim Kochen.
Quelle: Kabel 1/Richard Hübner

Ein paar Portionen verschwinden aus den Küchen immer wieder in den Räumen des Produktionsteams. Vor der Entscheidung dürfen auch die Investoren probieren. Da sie allerdings nicht zwei Drei-Gänge-Menüs schaffen, testen sie die Portionen lediglich.

Für die Investoren geht es nicht alleine um das Konzept: „Wenn mir jemand eine Idee vorstellt, sind für mich vor allem drei Fragen wichtig: Ist das Produkt zeitgemäß, hat es einen Markt, und sind die Menschen Unternehmer?“, sagt Gerlach im Gespräch mit WiWo Gründer. „Ein Koch kann gut zubereiten, ob er aber auch geeignet ist, ein Restaurant zu führen, steht auf einem anderen Blatt.“ Torsten Petersen ergänzt: „Die Teams müssen ein gastronomisches Verständnis haben, belastbar und lernwillig sein.“ Für beide Investoren zählt aber vor allem eins: Leidenschaft. „Die Personen müssen ihr Konzept leben“, sagt der Geschäftsführer der Enchilada-Gruppe.