Die beiden Ladenlokale unterscheiden sich nicht nur im Menü, sondern auch in der Aufmachung: „Buns & Sons“ erinnert mit seinen drei länglichen Tischen à zwölf Plätzen, der Deko aus Stoff-Schinken und Plastikwurstketten an ein gemütliches Schlachthaus. Als das Kochen beginnt, riecht es in dem Ladenlokal auch ähnlich. „Die kleene Aubergine“ setzt hingegen auf Tische für zwei bis vier Gäste, die Dekoration an der Wand passt zu den Servietten auf dem Tisch. Eine kleine Aubergine darf neben den Tellern natürlich nicht fehlen. Es herrscht eine ruhige Atmosphäre.

Bei „Buns & Sons“ kommen die Gäste an den großen Tischen schnell ins Gespräch, die Lautstärke erinnert an Brauhäuser. Doch in der Küche läuft es bei den Kölner Gründern nicht so rund. Während den zwölf Gästen an einem der drei länglichen Tische schon der Nachtisch serviert wird, haben die Besucher am Nebentisch nicht mal die Starter gesehen. „Habt ihr immer noch nichts zu essen?“, fragt Investor Petersen die betroffenen Gäste. Sie verneinen, ein Besucher mit blonden Haaren und Goldkettchen sagt, man warte schon 40 Minuten auf seine Bestellung. Der Investor macht sich Notizen in seinem schwarzen Buch und verschwindet mit missfallendem Blick in der Küche.

„Wenn wir das Geld nicht bekommen, wäre das kein Weltuntergang“

Gründer Benni Dorp bleibt trotzdem entspannt. Auf dem Weg zu einem Tisch witzelt er mit einer Besucherin, sie solle die Zwiebelringe doch mit der Hand essen. Für Dorp und seinen Geschäftspartner ist „Restaurant Start-up“ die Chance, in naher Zukunft ein eigenes Ladenlokal zu eröffnen. Bisher verkauft „Buns & Sons“ sein Essen noch auf Streetfood-Festivals und alle paar Wochen für ein paar Stunden im Kölner Café „Schwesterherz“. An der Sendung hängt für ihn nicht alles: „Wenn wir das Geld nicht bekommen, wäre das kein Weltuntergang“, sagt er schon vor der Aufzeichnung im Gespräch mit WirtschaftsWoche Gründer. Dann werde sich die Eröffnung eines eigenen Restaurants einfach ein wenig nach hinten verschieben, so der gelernte Grafiker. Trotzdem hofft er natürlich auf den Sieg und das Startkapital. Sein Mitgründer und er haben sich auf eine Summe von 100.000 Euro geeinigt, die sie gerne von den Investoren hätten.

Dieselbe Summe erhofft sich auch Okan Sahin, der Konkurrent von der „kleenen Aubergine“. Der gelernte Koch betreibt bereits einen Laden in der Berliner Markthalle. „Restaurant Start-up“ ist für ihn nicht nur eine „super Werbung“ für seinen bisherigen Standort, sondern könnte ihm auch dabei nützlich sein, seinen Traum zu verwirklichen. „Ich hoffe, dass die Investoren mir mit ihrem Know-how dabei helfen können, eine eigene Kette aufzubauen“, sagt Sahin.