Mit einem Erinnerungsdienst für Strom- und Gasverträge sichern sich die Berliner Seriengründer eine weitere Kapitalspritze. Die Investoren sollen zu größerer Reichweite verhelfen.

Um das Team aufzustocken und weitere Kooperationspartner zu gewinnen, erhält das Berliner Start-up Remind.me erneut frisches Kapital von Investoren. Die Geldgeber legen gut ein Jahr nach der letzten Finanzierungsrunde mehr als zwei Millionen Euro nach, wie die junge Firma gestern bekanntgab. Remind.me arbeitet daran, den Wechsel von Verträgen etwa für Strom, Gas, Telefon oder Versicherungen zu optimieren. So erinnert das Start-up etwa an eine Kündigungsfrist oder stößt einen automatischen Wechsel an. Für das Vermitteln von Anbietern erhält die Firma eine Provision.

Das Geld aus der aktuellen Serie-A-Finanzierungsrunde stammt vom Venture-Arm der Berliner Volksbank, dem VC-Fonds Kreativwirtschaft der IBB Beteiligungsgesellschaft, der Beteiligungsgesellschaft Econa, ebenfalls aus der Hauptstadt, sowie von mehreren Business Angels. Zudem beteiligt sich der halbstaatliche Frühphasenfinanzierer High-Tech Gründerfonds (HTGF) erneut.

Lokale Rivalität

„Wir freuen uns in dieser Runde weitere Top-Investoren gefunden zu haben, die uns mit ihrer jeweiligen Reichweite helfen, noch schneller zu wachsen“, lässt sich Geschäftsführer Daniel Engelbarts in einer Pressemitteilung zitieren. Zusammen mit Christian Lang baute er gemeinsam das Spar-Portal Sparwelt.de auf, das 2014 von RTL aufgekauft wurde.

2017 gegründet, beschäftigt ihr aktuelles Projekt Remind.me inzwischen 25 Mitarbeiter und erzielt nach eigenen Angaben monatlich sechsstellige Umsätze. Im vergangenen Jahr floss bereits knapp eine Million Euro an das Start-up, das sich selbst zu den sogenannten Fintechs zählt. Der lokale Rivale Volders konnte sich im April vergangenen Jahres fünf Millionen Euro sichern.