Während Volunteer World neu auf dem Markt ist, hat Heiner Häntze bereits viel Erfahrung mit dem Thema Volunteering sammeln können. Der Berliner ist Gründer von Volunation, einem Start-up, das Freiwillige in Entwicklungsländer vermittelt.
2005 war er selbst für zwölf Monate als Freiwilliger in Kirgisistan und gehörte damit zu den Pionieren – ehrenamtliche Arbeit im Ausland wurde damals gerade erst populär. Seine Reise organisierte er sich folglich komplett selbst, etwas, das zwar heute auch noch möglich sei, „aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass vor allem Eltern oftmals auf die Vermittlung durch eine Agentur bestehen, da ihnen das ein besseres Gefühl gibt.“ Zurück in Deutschland startete Häntze einen gemeinnützigen Verein zur Vermittlung von Freiwilligen in Entwicklungsländer und machte daraus auf Grund der großen Nachfrage vor drei Jahren ein Unternehmen.

Strenge Kontrollen

Volunation erhält für jede Reise eine Vermittlungsgebühr: „Bei einem dreimonatigem Aufenthalt bleiben 100 Euro bei uns“, sagt Heiner Häntze. Volunation versendet in 14 Länder – von Kenia, über Vietnam und China bis nach Australien. Die Projekte sollen spannend und interessant sein, aber mindestens ebenso wichtig ist die Sicherheitslage vor Ort. Darum verfolgen Häntze und seine Mitarbeiter die politische Entwicklung in den Ländern ganz genau. Und auch die Projekte stehen unter Beobachtung. Partner vor Ort schauen sich die Bedingungen an, Volunteers geben Rückmeldung. Entsprechen die Bedingungen nicht Heiner Häntzes Erwartung, handelt er schnell: „Zum Schutz der Freiwilligen haben wir auch schon Projekte aus dem Programm genommen.“

Ebenso wie für Volunteer World, läuft auch für Volunation das Geschäft gut. Mittlerweile arbeiten fünf Festangestellte für Heiner Häntze. Und ebenso wie bei Volunteer World haben auch bei ihm bereits mehrere Business-Angels angeklopft. Die allerdings musste der 30-Järhige enttäuschen: „Ich sehe Volunation als Non-Profit-Unternehmen und dementsprechend geht es uns nicht um Wachstum. Wir wollen unseren Status-Quo halten und engagierte Freiwillige an unterstützenswerte Projekte vermitteln. Mehr nicht.“