„TV war ein Faktor“, sagt auch Foodist-Gründer Ole Schaumberg. Schon in der ersten Staffel der „Höhle der Löwen“ haben er und sein Mitgründer Alexander Djordjevic gemerkt, wie gut Fernsehen funktionieren kann: Nach der Ausstrahlung ihres Auftritts dort habe man den Umsatz binnen 24 Stunden verzehnfacht, so Djordjevic.

Genau das ist der Trumpf von ProSiebenSat.1: die Fernsehwerbung. Pippig scheint das zu wissen, jedenfalls nutzt er gleich am Anfang die Gelegenheit, noch einmal auf den Deal hinzuweisen. „Wir helfen Start-ups, ins Fernsehen zu kommen. Darum geht’s“, so der Accelerator-Chef. Ganz nebenbei lässt er fallen, dass sich Start-ups auch schon für das nächste Programm bewerben könnten, das im März startet.

Standbeine, die die Unternehmenswelt bedeuten

Warum sich der Medienkonzern in junge Unternehmen einkauft, das erklärt Pippig nicht. Auf einer Veranstaltung, auf der man den eigenen Erfolg darstellen will, da passt es vielleicht nicht so gut, von einer Welt zu sprechen, in der die Fernsehnutzung stagniert und gerade junge Leute lieber zum Smartphone statt zur Fernbedienung greifen.

In einer Welt also, in der sich auch erfolgreiche Konzerne wie ProSiebenSat.1 nach neuen Geschäftsmodellen umgucken, in der sie sich neue Standbeine suchen müssen. Clark, Fairr, Foodist, Kukimi und Triprebel bilden einen Teil dieser Standbeine, zu denen auch Start-ups wie Amorelie, Flaconi, Eversport oder Epetworld gehören. Standbeine, auf denen die Hoffnung eines ganzen Unternehmens ruht.