Die Anteilsstruktur eines Start-ups ist bei Verhandlungen mit Investoren äußerst wichtig. Wie viel Prozent die Gründer halten sollten, verrät Uwe Horstmann.

Montag ist Kolumnentag bei WiWo Gründer: Regelmäßig geben an dieser Stelle Geschäftsführer und Mitgründer des Start-up Investment-Fonds Project A ihr Wissen weiter und beantwortet Fragen unserer Leser. Heute an der Reihe: Uwe Horstmann. Er studierte an der WHU in Koblenz und arbeitete nach seinem Abschluss zwei Jahre lang als Geschäftsführer von Rocket Internet. Er ist „Young Leader“ des Deutsch-Amerikanischen Think Tanks Atlantik-Brücke e.V. und wurde in die „30 under 30“-Liste des Forbes Magazins sowie in die „40 under 40“-Liste von Capital gewählt.

Ein häufig genutzter Begriff in der Gründerszene ist “Cap Table” (Capitalization Table). Gemeint ist damit die Gesellschafterstruktur eines Unternehmens: Wer ist eigentlich mit wie viel Prozent an einem Start-up beteiligt? Ein Punkt, der gerade in Gesprächen mit potentiellen Investoren eine große Rolle spielt.

“Darauf achten wir sehr”, erklärt Uwe Horstmann, Partner beim Berliner Wagniskapitalgeber Project A: “Ein kaputter Cap Table kann ein großes Problem sein. Wir legen zum Beispiel großen Wert darauf, dass die Unternehmer, also die Mädels und Jungs, die das Geschäft voran treiben, noch einen großen Anteil am Unternehmen halten.”

Wie viel Prozent es genau sein sollten, hänge davon ab, wie weit fortgeschritten das Start-up bereits sei: “40 bis 60 Prozent sollten es allerdings schon noch sein, wenn sich jemand bei uns vorstellt – das fühlt sich viel gesünder an.”