Die Präsentation zeigte aber eines ganz deutlich: Es kann sehr gut funktionieren, ein Start-up vorzustellen, dass völlig unbekannt ist. Dabei kommt es aber auch ein bisschen auf die Folien an, wie eine der nächsten Präsentationen zeigen sollte: Nur Text, wenn er dann auch noch englischsprachig ist, kann zu großen Problemen führen – und ist am Ende beinahe weniger aussagekräftiger als eine Präsentation mit Bildern, Grafiken und ein wenig Text.

Die Präsentation des Düsseldorfer Start-up „be bananas“ brachte Ingo Stefes von der Wirtschaftsförderung der Stadt Düsseldorf, selbst Gründer und Mitorganisator der Start-up Woche ganz schön ins Schlingern, sorgte aber vor allem beim Publikum für große Erheiterung. Sie bestand aus einem Comic, der den Weg der „guten“ Banane in den Supermarkt zeigte, während Bananen mit kleinen Druckstellen oder in einem etwas reiferen Zustand eigentlich auf dem Müll landen würden.

Das Start-up aber nimmt dem Großhandel genau dieses Obst ab: Für Bananenbrot, das sie mittlerweile in zehn Sorten herstellen, werden nämlich überreife Bananen gebraucht. Obst das also vom deutschen Großhandel aussortiert wird, wird so gerettet. Das Bananenbrot konnte vor Ort direkt probiert werden. Dahinter steckt Gründer Lars Peters, der das Start-up 2012 gemeinsam mit Tim Gudelj neben dem Studium gegründet hat und mittlerweile durchschnittlich 5000 Brote im Monat in Cafés, Restaurants, Bäckereien und auf Festivals verkauft. Im australischen Sydney haben sie das Bananenbrot zum ersten Mal probiert und waren sofort vom Geschmack überzeugt. Ihr Ansatz: Sie wollten den Geschmack nach Deutschland bringen und dabei nachhaltig arbeiten – und das mit Erfolg.