Nicht zu unterschätzen sei hingegen die zusätzliche Kompetenz, die mit Venture Capital oft einkehrt. Weil die Investoren vor allem auf ihre Rendite achten, legen sie Wert auf verlässliche Zahlen und Daten. „Als Gründer muss man Träumer bleiben“, sagt Nikita Fahrenholz, „aber es hilft bei der Disziplinierung.“ Die Anerkennung durch Investoren kann auch ein guter Ansporn sein: „Die reine Idee hilft dir ja heute nicht mehr weiter“, so Fahrenholz. Aber die feste Zusage eines Geldgebers kann für neuen Schwung im Start-up sorgen – nicht nur durch das frische Kapital.

Mahnende Worte während der Diskussion

Aber auch hier schalteten sich in der Diskussionsrunde schnell Mahner ein: So motivierend das Geld auch sein könne – in erster Linie müssten die Gründer selbst einen sehr genauen Plan haben, wofür sie das Kapital letztendlich brauchen, sagte Khaled Talhouni vom Fonds Wamda Capital aus Dubai. Gerade in der frühen Phase eines Start-ups könnten die Verhandlungen mit Investoren die Gründer sonst schnell zu stark in Beschlag nehmen. „Es lohnt sich, erst einmal in Ruhe an der Technologie und dem Produkt zu basteln“, sagte Talhouni. „Dann kann man entscheiden, ob man sich im eigenen Tempo weiterentwickeln will – oder mit VC-Geld in eine rasante Wachstumsphase einsteigen will.“