Der offene Austausch wird auch dadurch begünstigt, dass die Veranstaltung Wert auf eine gewisse Exklusivität legt – Gründer und Investoren müssen sich bewerben, nur für einige öffnet sich der Bauzaun auf das Gelände. Bei strahlendem Sonnenschein am ersten Veranstaltungstag zeigte sich eine gute Mischung: An Graffiti-besprayten Bauwagen, unter rostigen Metallskulpturen oder in den offenen Werkstätten, überall steckten Besucher mit roten (Gründer) und grünen (Investoren) Schlüsselbändern die Köpfe zusammen – auf der Suche nach den wertvollen Perlen zwischen den Schrotthaufen.

Geld oder Liebe – nicht immer eine Entscheidung der Gründer

Klar wurde in der Diskussionsrunde, die mit Investoren besetzt war, dann auch:

Nicht immer liegt die Entscheidung Eigen- oder Fremdfinanzierung wirklich alleine bei den Gründern. „Es ist sicher abhängig von der Art des Unternehmens“, betonte etwa Dave Haynes vom Londoner Frühphasen-Investor Seedcamp. Wer schnell genügend Umsätze generiere, könne das Wachstum lange Zeit aus eigener Tasche bezahlen. „Wenn man dagegen eine Rakete bauen will, braucht man erst einmal eine Menge Cash.“

Leichter falle das sogenannte „bootstrapping“ daher häufig Firmen, die im B2B-Bereich unterwegs seien, ergänzte Friedrich A. Neuman vom Berliner Inkubator Makers. Dort können oft schon mit wenigen Kunden relevante Umsätze generiert werden, während im B2C-Geschäft anfängliche Verluste meist einkalkuliert sind.