Die Gründer wollen das Personalmanagement für KMUs in Europa vereinfachen – und mit dem Geld auch den deutschen Standort ausbauen.

Frisches Kapital für Payfit: Das französische Start-up PayFit, das die Lohnabrechnung und das Personalmanagement für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) digitalisieren und vereinfachen will, hat eine Investitionsrunde in Höhe von 70 Millionen Euro abgeschlossen. Unter den Geldgebern sind die Wagniskapitalgeber Eurazeo und Bpifrance sowie die bestehenden Partner Accel, Frst (früher: Otium Venture) und Xavier Niel, Gründer des Internet– und Mobiltelefonanbieters Iliad.

Es ist bereits die dritte Finanzierungsrunde des vor drei Jahren von Firmin Zocchetto (CEO), Ghislain de Fontenay (CTO) und Florian Fournier (CPO) gegründeten Unternehmens – 2016 und 2017 konnten die drei ingesamt 19 Millionen Euro einwerben.

Komplexe Lohnabrechnungen vereinfachen

Payfit will mittels einer SaaS-Software die komplexe Lohnabrechnung und das zeitaufwändige Personalmanagement für kleine und mittelständische Unternehmen vereinfachen. Dazu gehören Lohnabrechnungen und Sozialmeldungen, ein Abwesenheits- und Urlaubsmanagement-Tool, ein Feature für das Onboarding neuer Mitarbeiter und digitale Mitarbeiterverzeichnisse.

Neben seinem Heimatmarkt Frankreich ist Payfit auch in Deutschland, Spanien und Großbritannien aktiv. Eigenen Angaben zufolge betreut das Start-up dort rund 3000 Unternehmen. 300 Mitarbeiter sind Standorten Paris, Berlin, Barcelona und London. Die aktuelle Finanzierungsrunde soll dazu beitragen den Rollout nach Italien umzusetzen und die Mitarbeiterzahl im Jahr 2020 zu verdoppeln, bis Ende 2021 sollen es 1000 sein.

Auf den deutschen Standort legt das Unternehmen besonderen Fokus: Hier soll das Team von den aktuell 30 auf 50 Mitarbeiter anwachsen, die sich um die aktuell 200 Kunden aus den Bereichen Gastro, IT, Vereine, Mode, Erlebnisse, Dienstleistungen kümmern. Besonders Kollegen im Bereich Sales, Product und Customer Team würden gesucht, so das Start-up auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer.