Eher schleppend verlief der Start beim Online-Shop Fleischgenießer. Jahrzehntelang betrieb das Unternehmen einen Fleischgroßhandel und belieferte Metzgereien. Aufgrund der spürbaren Nachfrageprobleme entschloss sich Geschäftsführer Stegbauer 2014 einen neuen Schritt zu wagen: Den Einstieg ins Online-Geschäft. „In den ersten drei Monaten machten wir genau 0,0 Euro Umsatz.“, sagt Stegbauer. Was er damals nicht gewusst habe: Die Spielregeln im Online-Geschäft sind anders.

Auch Fleisch braucht Online-Marketing

Das Unternehmen aus dem bayrischen Wald musste zunächst investieren: Marketing und Werbung auf Google waren notwendig, um auf sich aufmerksam zu machen. Innerhalb von zwei Jahren, wuchs so die Zahl der Kunden – mittlerweile kommen diese aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar Südtirol.

„Wir sahen darin eine Chance zur Zukunftssicherung“, sagt Stegbauer. Noch bietet der Online-Shop kein eigenes Standbein: Nur etwa 200.000 Euro steuert er zum jährlichen Umsatz von rund vier Millionen Euro bei.

Kann man dann von Zukunftssicherung sprechen? Ja, sagen die Start-ups und sind sich daran einig. Die Nachfrage sei definitiv steigend. Kunden würden hochwertige Fleischqualität fordern – bloß nun vermehrt online. Potenzielle Nachfrage sei also vorhanden. Warum ist der Anfang für den Online-Handel dann noch so schwer?