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Liebe Leserinnen und Leser,
einige wenige Jahre vor dem aktuellen Start-up-Hype, in der römischen Antike nämlich, diskutierten Philosophen wie Cicero oder Seneca über den Begriff der Idee. In der Gründerwelt geht es bedeutend praktischer und robuster an viele Projekte, die auch einmal als zarter Gedanke begonnen haben.

Damit aus der Idee ein Produkt wird, müssen Team, Technologie und Kapital verfügbar sein und zusammenpassen. Bei dieser Suche treten auch heute noch immer wieder “Lücken in der Innovationskette” auf, wie es unsere Kolumnistin Maria Beck in dieser Woche beschreibt. Netzwerkeinrichtungen wollen dabei helfen, dass ein kluger Mensch mit einer ebensolchen Idee schneller auf Gleichgesinnte treffen kann.

In kleinen Schritte wird eine solche Zusammenarbeit immer weiter ausgebaut – mehr praktisch als philosophisch: In der Versicherungsbranche haben sich gerade Start-ups und Assekuranzen zusammengetan, um gemeinsam ein paar bohrende Probleme zu lösen. Zu den Praxisproblemen vieler Firmen gehört zudem die Suche nach IT-Fachkräften. Xing schnappte sich in dieser Woche kurzerhand das Start-up Honeypot, das bei dieser Suche hilft – und dürften dafür gesorgt haben, dass sich deren Gründer ein paar gute Ideen für ihre eigene Vermögensverwaltung überlegen können.

Auf vielversprechende Idee kommen Menschen dabei gerne parallel. So reiften in Deutschland und in Italien Digitalbanken für Unternehmen vor sich hin. Zwei davon – Penta und Beetsy – werden künftig unter dem Dach des Company Builders Finleap zusammenarbeiten. Es mag nicht bei jedem Start-up um die großen Fragen des Lebens gehen, um die Größe des Marktes geht es immer.

Alles Gute und lesen Sie doch mal rein,
Miriam Binner, Marie-Charlotte Maas, Steffen Ermisch und Manuel Heckel

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