Geschwindigkeit zählt für Gründer, bei Produkt und Markteintritt. Doch das Tempo kann relativ sein – das zeigen die Nachrichten aus dem Newsletter dieser Woche.

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Geschwindigkeit spielt im Gründerleben eine große Rolle – und ist doch so relativ. Das zeigen auch die Nachrichten aus dieser Woche. Wenn Sie wöchentlich unser Update aus der Start-up-Szene lesen wollen, können Sie sich hier für den kostenfreien Newsletter anmelden.

Um Höchstgeschwindigkeit beim Produkt selbst geht es etwa bei Hardt Hyperloop. Das niederländische Start-up arbeitet an einer neuen Generation von Transportmitteln. Jetzt steckte unter anderem Frank Thelen Geld in das junge Unternehmen. Dem dürften bald eher zähe Verhandlungen bevorstehen: Hardt Hyperloop will Landkreise überzeugen, Raum (und eventuell auch Kapital) für eine Teststrecke bereitzustellen.

Ebenfalls auf enormes Tempo ist die Software von HQS ausgelegt. Die Karlsruher entwickeln Programme, die die Möglichkeiten des Quanten-Computings ausnutzen sollen. Das ist technisch komplex – global lockt jedoch ein großer Markt. Investoren stützen die Wissenschaftsausgründung nun.

Sehr viel langsamer ticken die Uhren oft noch in traditionellen Unternehmen. Die bauen Innovations-Einheiten auf, setzen jedoch weiterhin auf starre Strukturen und verzichten auf die Beteiligung des Managements. Eine Untersuchung der WHU kommt nun zu dem Schluss: Das könnte den Start-up-Spirit ausbremsen.

Bedauerlich. Denn gerade jenseits der großen Metropolen könnten in den kommenden Jahren spannende Digitalunternehmen entstehen – mit oder ohne die Beteiligung von heutigen Weltmarktführern. Das Schwarzwald-Städtchen Achern hat es etwa ganz beiläufig auf die Liste der Orte in Europa gebracht, in die das meiste Risikokapital floss. Diese Entwicklung darf gerne an Tempo zunehmen.

Alles Gute und lesen Sie doch mal rein,
Marie-Charlotte Maas, Miriam Binner, Steffen Ermisch und Manuel Heckel

Zahl der Woche

450.000 Euro

investierte Dagmar Wöhrl in das Start-up Noveltea. Im Interview verraten die Gründer, wie es nach der Aufzeichnung der TV-Show “Die Höhle der Löwen” weiterging.

 

Presseschau

Durchstarten: Das Flugtaxi-Start-up Lilium baut eine Fabrik – und plant bereits den Massenbetrieb.

Durchsetzen: Ein Start-up will die Rechte von Fluggästen stärken. Auch aus der Politik kommt nun Unterstützung.

Durchgefroren: Everdine startete als Lieferant für Tiefkühlgerichte und sattelte dann um. Trotzdem wird es nun aufgelöst.

Durchrösten: Das Kaffee-Start-up Bonaverde hatte große Pläne. Nun muss es Insolvenz anmelden.

Durchzählen: Ein Lidl-Kapitalgeber und ein Start-up-Investor streiten über eine Rechnung