Aquakin – Mobiles Wasserkraftwerk

Das Start-up aus Fürth hat das wohl kleinste Wasserkraftwerk der Welt entwickelt. Es hat den Durchmesser eines Tellers, wiegt 400 Gramm und passt in jeden Rucksack. Outdoor-Fans können es beispielsweise in einen Fluss legen und so ihr Smartphone aufladen. Aber auch für Einsätze in Katastrophengebieten oder Entwicklungsländern ist das Wasserkraftwerk namens Blue Freedom interessant. Darüber hinaus entwickelt das Start-up noch verschiedene andere Typen, beispielsweise eine Turbine für Wasserrohre. „Weltweit fließen in Millionen Rohren unvorstellbare Mengen an Flüssigkeit von oben nach unten“, sagt Aquakin-Chef Benedikt Schröder. „Doch nirgendwo wird die darin vorhandene Energie zur Stromerzeugung verwendet.“ Das will das Start-up ändern.

CarboCon – Beton mit Carbon

Die drei Dresdner sind das Gegenteil vom gängigen Gründerklischee: Sie tragen weder hippe Bärte, noch arbeiten sie von einem Berliner Loft aus am nächsten großen Ding. Klaus Raps ist 55 Jahre alt, Manfred Curbach 59 und Ulrich Assmann 59 Jahre alt. Doch statt an die Rente zu denken, entwickeln sie in Dresden einen möglichen Werkstoff der Zukunft: Carbonbeton soll den seit Jahrzehnten verbreiteten Stahlbeton ablösen. Dessen Schwächen zeigen sich bei zahlreichen maroden Brücken, deren Stahlgitter vom Rost angefressen sind. Die Gründer von CarboCon sind Spezialisten auf dem Gebiet. Raps war mehr als fünf Jahre im Vorstand des Baukonzerns Bilfinger. Curbach leitet seit 1994 das Institut für Massivbau an der TU Dresden und forscht seit 20 Jahren an Beton, der mit Textil- oder Carbonfasern verstärkt wird. Da das Material stabiler ist, können Wände dünner werden und Architekten neue, filigranere Formen entwerfen. Zudem soll das Material die Umwelt schonen: Die Zementherstellung verursacht bis zu vier Prozent des weltweiten CO 2 – Ausstoßes. Setzt sich das neue Material durch, könnte das den Anteil senken.