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Maru Winnacker von Oona (Foto: Pressebild)

In ihrem Online-Shop Oona vertreibt Maru Winnacker hochwertige Handtaschen und andere Lederwaren, die individuell designt werden. 2012 hat sie das Unternehmen in Berlin gegründet. Im Gespräch erklärt sie, warum es manchmal auch gut ist, zu scheitern.

Was heißt es, als Frau zu gründen?
Ich vertrete den Standpunkt, dass es für eine Frau genauso einfach zu gründen ist wie für einen Mann. Gründen an sich ist ja nur ein administrativer Schritt. Was man dann daraus macht ist eine andere Frage. Hier gehen, glaube ich, Frauen oft anders, vorsichtiger vor, als Männer – was teilweise auch gut ist, um Risiken vorzubeugen. Allerdings heißt es nach wie vor: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Also einfach machen!

Was raten Sie jungen Frauen, die Angst vor dem Gründen haben?
Ich spreche häufig mit jungen Gründerinnen, die mich fragen, wie sie am besten gründen sollen. Da bekommt man schnell auch einen Blick dafür, ob die jeweilige Person auch wirklich gründen will und ihr Ding durchzieht. Letzteres ist wichtig. Klare Vorstellung und Vision haben von dem Produkt oder der Dienstleistung, das oder die man anbieten möchte. Ein gutes Gefühl für den Markt haben und vor allem einen guten Verkaufssinn und Willen dafür. Auch wenn ein Produkt rein online vertrieben wird – die Kunden sind überall, ob Kooperationen, Investoren etc. Gründen hat immer mit dem Risiko zu tun, dass auch etwas nicht funktioniert. Das tut es sogar in den meisten Fällen. Aber nur daraus lernt man, kann verbessern und schliesslich das Produkt immer besser machen. Es gibt zahlreiche tolle Programme , die junge Gründerinnen unterstützen, unter anderem das HVB Mentoring des HVB Frauenbeirats, dessen Beiratsmitglied ich auch seit diesem Jahr bin.

Wo wollen Sie mit Ihrem Unternehmen hin? 
Ich möchte mit Oona eine weltweit beliebte Marke für personalisierbare Taschen und Accessoires aufzubauen, die für Qualität steht – und dies auch zum Großteil Made in Germany. Wir haben so viele herausragende Manufakturen in Deutschland, mit denen wir teils schon zusammenarbeiten. Diese Handwerkskunst sollte erhalten bleiben. Und wenn wir damit auch noch Taschen vor Ort personalisieren, ist das das schönste Endprodukt, das sich unsere Kundinnen vorstellen können. Ein gutes Stück internationale Bekanntheit haben wir schon geschafft. In Korea ist unsere Marke bei Kennerinnen bereits heute beliebt und auch in New York habe ich kürzlich schon einige Oona-Besitzerinnen gesehen.