Der erste Metro Accelerator gilt als Erfolg: Nun startet die Bewerbungsphase des zweiten Programms für Start-ups – ohne große Veränderungen.

Ab sofort können sich Start-ups aus aller Welt für den zweiten Metro Accelerator bewerben. Gesucht werden Unternehmen, die einen Mehrwert für Gastronomie, Hotellerie und Catering liefern. Damit setzt der Konzern auf einen ähnlichen Schwerpunkt wie im vergangenen Jahr. „Der große Erfolg der ersten Runde mit elf internationalen Start-ups hat uns darin bestätigt, sofort nachzulegen und die zahlreichen Chancen der Digitalisierung für unsere Kunden aus Gastronomie und Hotellerie weiter greifbar zu machen. Ich bin überzeugt, dass digitale Geschäftsmodelle und Services in Zukunft eine noch wichtigere Rolle für den Erfolg unserer Kunden spielen werden“, sagt Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro AG.

Die Start-ups können sich auf der Webseite des Accelerator bewerben. Die Teams müssen einen Fragebogen ausfüllen und können optional ein Video hochladen – und das alles auf Englisch. Eine Jury aus Investoren und Mentoren wählt die zehn besten Start-ups aus. Startschuss für das dreimonatige Programm in Berlin ist der 12. September. Nach drei Monaten Arbeit präsentieren die Start-ups ihre Firma am so genannten Demo Day im Dezember 2016 vor Investoren, führenden Branchenvertretern und der Öffentlichkeit.

„Wir hatten mit Groupraise und Lunchio zwei Start-ups, die uns im vergangenen Jahr wirklich überrascht haben: Beide haben enorme Fortschritte gemacht, und Lunchio hat sogar sein Geschäftsmodell geändert und ist mittlerweile viel erfolgreicher“, sagt Alexander Zumdieck in einem Exklusiv-Interview mit WirtschaftsWoche Gründer. Zumdieck ist Managing Director des Metro Accelerator.

Start-ups aller Reifegrade und aus aller Welt können sich bewerben, weder die Rechtsform noch das Alter der Teammitglieder spielen für die Bewerbung eine Rolle. „Ich erwarte für die neue Runde verstärkt Start-ups, die schon Produkte entwickelt haben und in ihrem Aufbau schon etwas weiter sind, aber auch Seriengründer, die schon mehrere Unternehmen etabliert haben“, sagt Zumdieck. Wichtig sei nur, dass bereits ein Team besteht und dieses für die Dauer des dreimonatigen Programms in Berlin ab Mitte September vor Ort arbeiten kann.

„Es wird keine drastischen Veränderungen im Programm geben. Das ist auch nicht nötig: Was wir im vergangenen Jahr sehr positiv fanden, war, wie Metro auf allen Ebenen mit unserem Feedback umgegangen ist – es wurde angenommen und Lösungen entwickelt,“ ergänzt Jens Lapinski von Techstars, der den Berliner Ableger des US-Accelerators leitet. Techstars wird der Metro in den kommenden drei Jahren als Partner zur Seite stehen – und auch als Ansprechpartner für die Start-ups agieren. „Start-ups haben keine Ängste, Teil eines Accelerators zu werden – sie wissen vielmehr, dass sie davon profitieren und wir als Accelerator geben, so viel wir können.“