Mein persönliches Vorbild ist Jasmin Taylor, Gründerin von JT Touristik. Wir haben uns weder auf noch vor einer Bühne kennengelernt, sondern bei einem kleinem Branchen Netzwerk-Abend. Was Taylor für mich zum Vorbild macht, ist absolut konträr zum aktuellen Gründungstrend. Sie hat es in sieben Jahren durch ständige Neugier, Lust auf Entfaltung, Brennen für ihre Geschäftsidee und unerschöpflichen Ideenreichtum geschafft, JT Touristik zu einem der führenden Reiseveranstalter in Deutschland aufzubauen. Ohne Fremdkapital und ohne Gründungsteam, anfangs nur mit einem Schreibtisch und einem PC. Auf meine Frage, weshalb es kein Laptop war, antwortete Taylor, dass dieser zu teuer gewesen sei. Bei der Firmierung hat sie die Initialen ihres Namens gewählt und signalisiert mit diesem Commitment alles andere als einen schnellen Exit.

Es ist unfassbar motivierend zu wissen, dass Taylor für mich inzwischen nicht mehr unerreichbar ist. Zu verdanken habe ich das natürlich vor allem der Entwicklung von meinem Start-up und der wachsenden Bekanntheit in der Tourismus Branche. Schlussendlich aber auch durch Taylor selbst, die mich täglich (und die längste Zeit absolut unwissend) mit ihrer Gründergeschichte motiviert und begleitet.

Letztlich muss jeder Gründer sein eigenes passendes Vorbild definieren. Allerdings denke ich, dass wir viel öfter Menschen wie Jasmin Taylor als Vorbild sehen sollten, denn bewundern wir nur Verwalter von Fremdkapital, sollten wir lieber in den Bankverband eintreten, als uns auf Startup Events zu tummeln.