Die Gründer aus Mönchengladbach verkaufen über das Online-Portal Gemälde und Skulpturen. Ein Investor unterstützt nun den Aufbau der Marke.

Auktionen finden im Internet statt, vielerorts formieren sich Online-Marktplätze für Kunstwerke: Von der Digitalisierung des Kunsthandels will auch der junge Verlag Meet Pablo aus Mönchengladbach profitieren. Um neben Wettbewerbern wie dem Berliner Start-up Juniqe und Fineartmultiple aus Luzern in der Schweiz bestehen zu können, fließt nun ein Millioneninvestment an die 2012 gegründete Kunst-Plattform. Geldgeber ist DvH Ventures, die Kölner Venture-Capital-Gesellschaft des Verlegers Dieter von Holtzbrinck. Zur genauen Summe macht Meet Pablo keine Angaben.

Meet Pablo vertreibt Kunstwerke wie Gemälde und Skulpturen über das Internet und verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, für mehr Transparenz zu sorgen und die Hemmschwelle beim Kauf vor allem für unerfahrene Interessenten zu senken. Mit dem zusätzlichen Kapital will das junge Unternehmen seine Marke stärken und das Team aufstocken. Derzeit beschäftigt das Kunst-Portal zehn Mitarbeiter, bis Ende des Jahres sollen zwei weitere dazukommen, wie Gründer und Geschäftsführer Daniel Janzen auf Anfrage von WirtschaftsWoche Gründer erklärt.

Suche nach neuen Vermarktungsmodellen

Um Kunden wirbt das Start-up mit einem Netzwerk aus 80 internationalen Künstlern, die ihre Werke zum Teil im Direktvertrieb über Meet Pablo anbieten. Zudem setzt sich das Angebot aus Auflagenobjekten und Unikaten aus Galerien und dem Meet-Pablo-Verlag zusammen. Gründer Janzen will nach eigenen Angaben über Online-Kanäle den Zugang zum Kunstmarkt öffnen: „Technologische Möglichkeiten und innovative Protagonisten verändern und demokratisieren den Gesamtmarkt, schaffen Zugänge und disruptieren so ein traditionelles System. Wir haben das erkannt und wollen mit Meet Pablo Pionier der Bewegung sein.“

Der Frühphaseninvestor sieht Potenzial in neuen Vermarktungskanälen für Kunstwerke: „Wir glauben an den Trend zur Entwicklung offensiver Vermarktungsmodelle im Kunst-Bereich, die nicht mehr den traditionellen Regeln dieser Branche folgen“, lässt sich Peter Richarz, Managing Partner von DvH Ventures, in einer aktuellen Pressemitteilung zitieren.