Mit Carsten Maschmeyer haben die Berliner Gründer gerade einen prominenten Investor für sich gewonnen. 150 Unternehmen nutzen die Cloud-Software bereits.

Ob Produktvorführung, Neujahrsempfang oder Diskussionsrunde: Firmen verbringen viel Zeit damit, Einladungen für ihre Events zu verschicken, Rückmeldungen einzusammeln – und hantieren dann bei der Einlasskontrolle vor Ort mit Excel- und Papierlisten. Den Prozess digitalisieren wollen Sven Frauen, Matthias Heicke und Florian Kühne. Ihr Start-up Mate Development hat eine Cloud-Software für das Gästemanagement entwickelt. Darin können Verteiler verwaltet, die Einladungen per E-Mail verschickt werden und Rückmeldungen erfasst werden. Gäste erhalten zudem digitale Tickets mit einem QR-Code, der vor Ort gescannt wird. „Mit unserer Lösung ersparen sich Veranstalter 75 Prozent des bisherigen Aufwands“, verspricht CEO Kühne.

Das Gründertrio hat nun mit Carsten Maschmeyer einen prominenten Investor für sich gewonnen. Der Unternehmer, der derzeit wieder regelmäßig als Juror bei „Die Höhle der Löwen“ zu sehen ist, investiert auch abseits der TV-Show mit seinen Investmentgesellschaften Seed + Speed Ventures, Alstin und MGV (Maschmeyer Group Ventures) in Start-ups. Zu den jüngsten Beteiligungen zählen das auf die Auswertung von Gesundheitsdaten spezialisierte Unternehmen Thryve und die Foodlogistikfirma Fliit.

Bei Mate agiert Maschmeyers Frühphasenfonds Seed + Speed Ventures als Lead-Investor in einer millionenschweren Finanzierungsrunde. An der sind auch die halbstaatliche IBB Beteiligungsgesellschaft mit ihrem VC Fonds Technologie Berlin und mehrere Business Angels beteiligt waren.

Siebenstelliger Jahresumsatz

Das 2016 gegründete Start-up mit derzeit zwölf Mitarbeitern will nun seine Software weiter verfeinern. Geplant ist nach Angaben des Unternehmens ein digitaler Assistent, der Eventplanern dank künstlicher Intelligenz noch mehr Arbeit abnehmen soll. Daneben liege der Fokus auf dem Vertrieb. Die Basis ist dabei schon beachtlich: Mate gibt an, von mehr als 150 Unternehmen und Organisationen genutzt zu werden – darunter sind der Autobauer Bentley, das Filmunternehmen UFA, der Flughafen Düsseldorf und eine Reihe von Industrie- und Handelskammern.

Kunden können die Software in zwei verschiedenen Preismodellen nutzen: Ein Abo für beliebig viele Events und Gäste kostet monatlich knapp 270 Euro. Bei Einzelveranstaltungen kann die Software ab 990 Euro genutzt werden. Laut den Gründern erwirtschaftet Mate so bereits einen Jahresumsatz in Millionenhöhe. Zu den direkten Konkurrenten gehört Invitario (vormals Eventbutler) aus Wien. Das Unternehmen will bereits mehr als 200 Firmenkunden haben.