Mittlerweile präsentieren 20 Händler ihre Stahlprodukte auf Mapudo und zahlen – ähnlich wie bei Amazon – eine Gebühr für jede Transaktion an die Plattformbetreiber. „Stahleinkäufer bestellen heute immer öfter online, anstatt in die Gelben Seiten zu schauen“, sagt Ballweg.

Ein Vorteil im Vergleich zu den Marktplätzen der etablierten Konzerne sei, dass Mapudo über die Vielzahl an verschiedenen Händlern eine Art Onlinekatalog für Stahlprodukte aufbaut, den es so noch nicht gibt. Die Vielfalt fordert die Kunden heraus: Es gibt allein 800 verschiedene Arten von Blindflanschen im Sortiment, mit denen sich Stahlrohre verbinden lassen.

Umsatzziel liegt im siebenstelligen Bereich

In diesem Jahr will Martin Ballweg ins Online-Marketing investieren und den Vertrieb stärken, um bekannter zu werden. „Unsere Händler brauchen mehr Kunden.“ Außerdem soll demnächst eine Bezahlmöglichkeit über die Plattform möglich sein. Langfristig werden Aluminium, Karbon und Kunststoffe das Angebot ergänzen. Das Umsatzziel liegt im siebenstelligen Bereich. Im Laufe des Jahres wollen die Gründer die Zahl ihrer Mitarbeiter verdoppeln.

Steckbrief Mapudo:
Gründer: Sebastian Grethe und Martin Ballweg, Niklas Friederichsen, Marius Rosenberg und Markus Weiland
Gründung: 2014
Mitarbeiter: 12
Finanzierung: siebenstelliger Betrag Wagniskapital, u. a. von NRW.Bank und SHS Ventures