Die französische E-Commerce-Plattform für Heimwerker sammelt 60 Millionen Euro an. Ein guter Teil des Investments soll auch in den deutschen Auftritt fließen.

Schneller wachsen auf dem europäischen Markt – insbesondere in Deutschland. Das ist das Ziel des französischen Online-Marktplatzes für Heimwerker- und Gartenprodukte, ManoMano. Dafür erhielt das 2013 gegründete Unternehmen jetzt eine Wachstumsfinanzierung in Höhe von 60 Millionen Euro. Angeführt wird das große Investment von der Wachstumskapitalgesellschaft General Atlantic. Auch die bestehenden Geldgeber Piton Capital, Partech Ventures und Bpifrance ziehen mit. Nach eigener Angabe arbeitet das Unternehmen bereits profitabel und setzte im vergangenen Jahr 90 Millionen Euro um.

In Deutschland ist das Portal vor knapp einem Jahr gestartet – jetzt wollen die Gründer Philippe de Chanville und Christian Raisson hier das Tempo anziehen. „Für ManoMano ist Deutschland der vielversprechendste Markt und zugleich der anspruchsvollste. Der Wettbewerb ist heftig“, heißt es von den beiden Gründern. Fünf Millionen Euro sind daher bereits fest eingeplant, um in Kommunikationsmaßnahmen in Deutschland zu investieren.

Deutsche Mitarbeiter in Paris

Die Ziele sind ehrgeizig: „Wenn wir die Situation mit Frankreich vergleichen, könnte Deutschland in drei Jahren rund 200 Millionen Umsatz für ManoMano darstellen.“ In jedem Fall soll der deutsche Markt in diesem Zeitraum nach der Heimat Frankreich zum zweitwichtigsten Umsatzbringer werden.

Insgesamt soll sich das Team, in dem im vergangenen Jahr 100 Mitarbeiter waren, bis zum Ende des Jahres verdoppeln. Alle Angestellten arbeiten dabei am Hauptsitz in Paris – gesucht und eingesetzt werden aber deutsche Mitarbeiter, die den hiesigen Markt betreuen sollen. „Wir können nicht mit dem gleichen Geschäftsansatz für einen deutschen Zulieferer aus München arbeiten wie für den aus Turin“, sagen die Gründer.