Sandra Roggow, 36, Gründerin der „Kitchennerds“: „Aus eigener Kraft hätte ich es nicht geschafft, mein Start-up vor zwei Jahren zu gründen. Die Zeit war hart, denn ich habe keine Förderung bekommen und musste mein Sparschwein plündern. Außerdem habe ich meinen Lebensgefährten um ein Investment gebeten. So wie mir geht es fast allen Gründerinnen, die ich kenne. Sie haben ihre Familien um Geld gebeten. Frauen verdienen im Schnitt ja immer noch weniger als Männer. Und wer mehr verdient, kann leichter gründen. In Hamburg höre ich auch viel von Frauen in meinem Alter, die ein Start-up gründen wollten, es aber nicht über die erste Finanzierungsrunde geschafft haben. Nicht zuletzt, weil sei unterschätzt wurden. Ein Investor hat auch schon mal den Spruch gebracht: „Früher haben Frauen über 40 eine Boutique aufgemacht, jetzt gründen die eben ein Start-up.“

Seit eineinhalb Jahren vermittelt Roggow mit Kitchennerds Köche an jedermann. In Hamburg sind es bereits 25 Köche, die man buchen kann. Jetzt will sie ihre Idee auch in Berlin umsetzen.