Miriam Schütt, 29, und Marie-Lene Armingeon, 28, Gründerinnen von „SofaConcerts“: „Wir haben nie versucht, die Tatsache, dass wir zwei Frauen sind, besonders in den Mittelpunkt zu stellen oder uns gezielt um frauenspezifische Förderungen bemüht. Wir glauben, wenn eine Idee gut ist und klar präsentiert wird, wird sie überzeugen, egal ob sie von Frauen oder Männern kommt.

Dass wir Gründerinnen in der Start-up-Szene eher die Ausnahme sind, wurde uns erst später bewusst, hat unsere geschäftlichen Entwicklungen und Entscheidungen aber wenig beeinflusst. Natürlich heben wir bei Netzwerktreffen häufig die Frauenquote. Aber das hat auch Vorteile. Wir werden schneller wahrgenommen. Vielleicht werden wir aufgrund unserer „nett“ klingenden Geschäftsidee auf den ersten Blick unterschätzt. Wir messen uns aber nicht an der Meinung anderer, sondern an dem, was wir erreichen wollen und schon erreicht haben.

Auf Schütts und Armingeons Online-Plattform SofaConcerts können Musikfans ihr Wohnzimmer und Bands ihre Musik für ein Konzert anbieten. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat das Start-up etwa 2.000 Wohnzimmerkonzerte in sechzehn Ländern organisiert.