Virtuelle 3D-Reisen, vegane Kosmetik-Boxen oder Fitness-Partys: Diese Dinge braucht man nicht unbedingt. Für hippe Großstädter gehören sie aber zum Lifestyle.

Nicht alle Start-ups haben Ideen, die den Alltag vereinfachen oder besonders innovativ sind. Gerade in Berlin gibt es aber Start-ups, die Produkte entwickeln, die für den hippen Großstädter zum Alltag gehören könnten, wie etwa Milena Glimbovski und Jan Lenarz. Sie haben mit „Ein guter Plan“, ein Buch entwickelt, das die gestressten Workaholics zu mehr Achtsamkeit und Ruhe führen soll. Welche Lifestyle-Start-ups sich ansonsten noch in Berlin tummeln, sehen Sie auf den nächsten Seiten.

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Der Schlüsselbund war gestern: Das System Kiwi ist eine Wireless-Technology, die ihn überflüssig macht. Das Start-up möchte mit seinem Smart-Home-System dabei helfen, ohne Schlüssel ins Haus zu kommen, aber trotzdem sicher. Ein kleiner Transponder sendet einen verschlüsselten Code an den Türsensor, sobald sich der Nutzer der Kiwi-Tür nähert. Die herkömmlichen Metallschlüssel funktionieren an Kiwi Türen weiterhin. Kiwi ist also kein Ersatz, sondern eine Ergänzung.

Monkey

Der MonkeyDesk vom Hersteller Room in a box ist ein faltbarer Tischaufsatz für den Schreibtisch aus Wellpappe. Monkey heißt das Produkt, weil der Aufsatz eine Ebene für den Monitor und eine für das Keyboard hat. Bei der klassischen Schreibtischarbeit soll damit der Rücken durch ergonomische Haltung geschont und die Produktivität erhöht werden. Auf der weltweit größten Funding-Plattform Kickstarter kann das Projekt noch bis zum 15. Juli unterstützt werden.

Splash

Virtuelles Reisen mit dem Smartphone: Die App Splash von Viorama ermöglicht das Aufnehmen von 360-Grad-Videos auf dem eigenen Smartphone. Mit dieser Idee hat das Berliner Unternehmen den begehrten SXSW-Start-up-Award in der Kategorie Virtual Reality Technologien gewonnen. Wenn man sein Smartphone in eine 3D-Brille steckt, kann man sich um die eigene Achse drehen, ist dabei virtuell allerdings an einem ganz anderen Ort. Originaltöne vom Aufnahmeort werden abgespielt und verstärken das 3D-Erlebnis.

Hear

Auch die App Hear bietet Unterhaltung für die Sinne. Mit sieben verschiedenen Filtern kann man die Welt durch andere Ohren hören: Relax, Talk, Sleep, Office, Happy, Auto Volume und Super Hearing. Die Filter können auch auf Musik angewendet werden. Der US-amerikanische Sänger Pharrell Williams hat sich zu dem wirklich speziellen Sound-Erlebnis geäußert. Laut offizieller Hear-Website beschreibt er es so: „Es ist wie eine legale Droge, ohne Nebenwirkung – einfach fantastisch“.

Becycle

Becycle soll ein etwas anderes Fitnessstudio werden. Mitten in Berlin wird der Trend Indoor-Cycling aufgegriffen, aber neu gedacht: Eine knappe Stunde Party-Workout bei Klängen angesagter Berliner DJs und Trainern aus L.A., London und New York. Neben Cycling werden auch Training an der Ballettstange und Yoga angeboten. Es gibt keine Vertragsbindung, sondern man zahlt pro Einzelstunde. Die Gründerinnen Gundula Cöllen und Viola Hütten legen also ganz im Sinne des Großstadt-Lifestyles Wert auf Flexibilität statt auf bindende Mitgliedschaften.

EinguterPlan

Ein guter Plan: Milena Glimbovski und Jan Lenarz haben nach einer erfolgreichen Crowd-Funding-Kampagne ein Buch publiziert, das Techniken und Übungen für mehr Achtsamkeit und weniger Stress auf 250 Seiten vorstellt. Das Buch ist „so richtig offline aus Leinen und Papier“, heißt es auf der Website. Ein guter Plan ist ein Terminkalender, Lebensplaner und Sachbuch zugleich. Der Terminkalender erfasst Verabredungen und To-Dos, der Lebensplaner hilft rauszufinden, was man wirklich will. Und die Sachtexte sollen für Themen wie Achtsamkeit, Glücksforschung und Stressvermeidung sensibilisieren.

VeganBasket

Das Berliner Start-up Vegan Beauty Basket bietet eine Überraschungsbox mit veganer und tierversuchsfreier Natur-Kosmetik an. Enthalten sind fünf Produkte, von denen zwei personalisiert werden können. Die Box kann einmalig getestet, verschenkt oder im Monats-Rhythmus abonniert werden. Bevor die Naturkosmetik-Produkte in die Box kommen, werden sie von Gründerin Ina Doncheva selbst getestet. Was überzeugt, landet im Beauty Basket.