Dass die Telekom selbst mehr Geld ausgeben könnte, bügelt der Konzernchef mit dem Argument ab, dass der Konzern ja bereits einen 500-Millionen-Euro-Fonds aufgelegt habe und damit als Unternehmen die größten Investitionen in ganz Europa biete. Das mag stimmen, aber Rocket Internet hat eine solche Summe allein in ein einziges Start-up – Delivery Hero – investiert. Und viel gehört hat man von Deutsche Telekom Capital Partners seit der Ankündigung im vergangenen Jahr auch nicht mehr.

Flugverbot für Spielzeugdrohnen

Die Start-ups dürfen eher am Rande der öffentlichkeitswirksamen Diskussionsrunde auftreten – bei diversen Wettbewerben und Pitches, mit ihren Ständen in den großen Hallen. Sie scheinen für das Hintergrundrauschen, nicht für das Rampenlicht zuständig. Hohe Aufmerksamkeit erfahren vor allem die Start-ups, die Essen oder Trinken anbieten: Am Stand von Koawach – übrigens ebenfalls Sponsor des Events – scharen sich die Leute um die Papierbecher mit kostenlosem Kakao, bei Pure Pause um „Berliner“ Snacks wie Ziegenmilchschokolade aus Reinickendorf, und vor der Popcorn-Maschine neben dem Stand von Piabo stehen die Besucher ebenfalls Schlange.

Auch Tobyrich verzeichnete am Anfang ein riesiges Besucherinteresse: Die beiden Gründer ließen ihre Spielzeugdrohnen durch den großen Saal mit den stuckverzierten Säulen fliegen. „Wir standen total im Fokus“, so Gründer Ditschler. Doch dann verbot die Telekom die Fliegerei, die Produkte der Bremer dürfen seitdem nur noch im Stehen bewundert werden. Für Ditschler und seinen Mitgründer Tobias Dazenko hat sich die Fahrt in die Hauptstadt trotzdem gelohnt, für das Netzwerken in der Start-up-Szene und als Präsentationsplattform. Und: „Wir haben für den Stand nichts bezahlt“, sagt Ditschler und lacht wieder.