Was sind typische Bedenken von Frauen?

Frauen befürchten mit der Gründung in eine unsichere Situation zu geraten und streben darum oft lieber in ein Angestelltenverhältnis. Dabei wird verkannt, dass diese Sicherheit oft auch nur eine vermeintliche ist: Unternehmen erneuern sich, strukturieren um und entlassen infolgedessen auch die Festangestellten. Die klassischen nine-to-five-Jobs sind auf dem Rückzug, es gibt einen enormen Anstieg an Teilzeitstellen und geringfügigen Beschäftigungen. Eine abhängige Beschäftigung kann also nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Zu ihrer Unsicherheit tragen aber auch oftmals die Reaktionen ihres Umfeldes bei. Da hören sie nicht selten Sätze wie „Tolle Idee, aber…“ Familie und Freunde können Bremsklötze sein, die die potentiellen Gründerinnen hemmen und ihnen davon abraten ihren Plan zu verwirklichen in der Annahme, die Frauen könnten weniger Zeit für die Familie haben.

Was sagen Sie den Frauen, die solche Bedenken äußern?

Unternehmerinnen haben mehr Kinder als abhängig beschäftigte Frauen. Das ist auf den ersten Blick vielleicht überraschend, liegt aber mit an der höheren Flexibilität bei der Arbeitszeit.

Als Selbstständige kann man mehr Einfluss darauf nehmen, wie viel man arbeitet, welchen Preis man verlangt, ob man einen Auftrag annimmt oder sich vielleicht sogar jemanden mit ins Boot holt, wenn die Arbeit stark zunimmt.