Zwischen 120 und 180 Quadratmeter sollte es groß sein, mit drei bis vier Zimmern, einer stabilen Internetleitung und natürlich in guter Lage: „Alles, was an der Haupt-S-Bahn-Linie liegt, wäre perfekt“, sagt Nitsche. Zwischen 2000 und 3000 Euro Miete wäre das perfekte Büro ihm wert. Viel Geld, „aber in München würden wir für etwas Vergleichbares ein kleines Vermögen bezahlen.“ In Berlin kann Nitsche dagegen aus verschiedenen Möglichkeiten wählen.

Einen Umzugs-Trend sieht Semir Fersadi aber nicht. Seine Stadt habe andere Vorzüge: „München ist ein High-Tech Standort mit gewachsenem Mittelstand, beispielsweise im Automotive-Bereich. Das wird besonders wichtig, wenn die Start-ups anfangen Logistikstränge aufzubauen.“ Außerdem könne der Kostendruck durch die hohe Miete Druck Jungunternehmer auch zu besseren Leistungen antreiben: „Die, die es in München unter dem stärkeren Budgetdruck schaffen, sind schneller am Ziel.“

Ganz andere Erfahrungen hat Sebastian Heindorff in Hamburg gemacht: „Nur gute nämlich“, sagt der Gründer von EasyPEP, einer Onlinesoftware zur Schichtplanung und Abstimmung mit Mitarbeitern. Für gut 57 Quadratmeter Bürofläche im angesagten Schanzenviertel bezahlt er genau 678 Euro. Das ist selbst für die sowieso recht günstigen Mieten in Hamburg ein Schnäppchen. „Es gibt hier schon ein paar Tipps, wo man etwas Günstiges finden kann.“

Die „Etage 21“ ist einer davon. Die 860 Quadratmeter große Bürofläche ist im Besitz der Stadt Hamburg und wird von der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft treuhänderisch verwaltet. Das erklärte Ziel der „steg“: Die Förderung von Existenzgründern durch günstige Mieten und kurze Kündigungsfristen, sagt Lisanne Prill, die für die Vermietung der Etage 21 zuständig ist. Zwischen sechs und 13 Euro liegt die Kaltmiete der unterschiedlichen Büros.