Tatsächlich ist der Austausch von etablierten Unternehmen mit denen, die auf dem Weg sind, wichtig und richtig. Nur wo verschiedene Welten aufeinandertreffen, kann tatsächlich Neues entstehen. Dabei müssen es nicht mal neue Geschäftsfelder sein, sondern Altbewährtes kann überprüft werden.

Dennoch braucht es mehr als einen Besuch, mehr als das Betrachten exotischer Büroarchitektur und mehr als Chucks, die in den Chefetagen gerade ihr Revival erleben. Unternehmenskultur lässt sich nicht durch Besuche von Start-ups alleine wandeln. Echte Veränderung erfolgt durch das Befähigen der Mitarbeiter, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Dafür brauchen sie Freiheiten, Raum für Kreativität und vor allem: die Sicherheit, mutig sein zu dürfen.

Lasst die Mitarbeiter ran!

Mutig darin, neue Formaten zu gestalten; mutig darin, alles, was vermeintlich immer so gemacht wurde, mit einem großen Fragezeichen zu versehen. Wer innovativ und unternehmerisch denken und handeln soll, muss selbst entscheiden dürfen, wo und wie er sich die Inspiration für neue Kanäle, neue Produkte und neue Entwicklungen holt.

Konzerne wollen fähige, agile und kreative Mitarbeiter. Dann müssen sie auch selbst agil und kreativ sein. Notwendig sind Plattformen und Netzwerke, die alt und neu zusammenbringen.

Natürlich können Start-ups Innovationen antreiben, indem sie ihre Türen öffnen, andere teilhaben lassen und genau das vorleben, was Mittelständler oder Großkonzernen Probleme bereitet. Den innovativen Austausch aber schaffen die Streichelzoo-Formate alleine nicht. Dafür braucht es nachhaltige Initiativen sowie öffentliche und geschützte Räume.