An diesem Punkt gibt es als noch viel Nachholbedarf, denn nicht nur für die Automobilbranche, sondern für alle Branchen gilt: Wer bei der Digitalisierung auf der Überholspur sein will, muss mit innovativen, technologiegetriebenen Start-ups zusammenarbeiten. Damit das gelingt, brauchen wir Hubs für alle unsere Leitbranchen in Deutschland.  Der Anfang wurde 2017 gemacht – und hoffentlich wird es 2018 die ersten Erfolgsgeschichten zu erzählen geben.

Blick in eine ungewisse Zukunft

Neben dem Blick zurück gehört zum Jahreswechsel auch der Blick in die Zukunft. Der ist in diesem Jahr noch ungewisser als sonst. Die Suche nach einer neuen Bundesregierung gestaltet sich schwierig, es besteht die Gefahr, dass Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Start-ups bei der Suche nach Mehrheiten geopfert werden. Das wäre allerdings das Schlechteste, was passieren könnte. Schon in der vergangenen Legislaturperiode sind nur gut ein Drittel der versprochenen Start-up-Projekte der Regierung vollständig umgesetzt worden, knapp die Hälfte sind zumindest teilweise realisiert worden.  Das ist kein schlechtes Ergebnis, aber auch nichts, worauf man sich ausruhen kann.

Die Politik kann in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle einnehmen, etwa wenn es darum geht, Aufträge auch an Start-ups zu vergeben oder die öffentliche Verwaltung endlich umfassend und konsequent zu digitalisieren. Wie das gehen kann, werden wir im kommenden Jahr mit der erstmals ausgerichteten SMACC, der Smart Country Convention, in Berlin zeigen. Die SMACC vereint Kongress, Workshops und eine Leistungsschau digitaler Lösungen unter einem Dach. Im Mittelpunkt steht die Digitalisierung von Städten, Gemeinden und des öffentlichen Raums. Wer an der Schwelle zum Jahr 2018 die Bedeutung von innovativen Technologien und Start-ups noch nicht erkannt hat, dem muss man leider sagen: Die Digitalisierung wartet nicht auf Deutschland.