Derzeit sitzen etablierte Unternehmen noch zu oft auf großen Datenbergen, haben aber nur wenige Ideen, was sie damit alles machen können. Die Technologie, um aus den Daten einen Nutzen zu ziehen, liefern wiederum Start-ups – hier gibt es viel Potenzial zur Kooperation.

Geeignetes Personal ist rar

Finanzspritzen werden die Start-ups auch gut gebrauchen können – die intelligenten Systeme fressen Serverressourcen und können trotz existierender Cloud-Lösungen teuer werden.

Aber nicht nur Geld spielt bei der Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle eine Rolle. Geeignetes Personal zu finden, stellt viele junge Unternehmen vor ein großes Problem. Insbesondere Data Scientists und AI-Experten sind auf dem Arbeitsmarkt rar und können sich ihre Arbeitgeber derzeit quasi aussuchen.
Wohin geht der Weg bei AI? Die einen meinen, dass wir in wenigen Jahren die technologische Singularität erleben, den Moment, wo die Maschinen so intelligent sind, dass sie sich selbst ohne unsere Hilfe weiter verbessern.

Dem Menschen ebenbürtig?

Andere verweisen darauf, dass AI-Lösungen zwar in einzelnen Kontexten immer wieder hervorragende Leistungen bringen, aber dies noch keine wahre Intelligenz darstelle. Wirkliche “unsupervised” AI wie die menschliche Intelligenz, die neue Situationen einschätzen kann und in passendes Verhalten umsetzt, gibt es noch nicht. Denn die 20 Milliarden Neuronen können nicht mit mir über meine Waren-Reklamation chatten, und die autonome Auto-Steuerung kann mir selbst beim besten Willen keinen Kaffee kochen.

Dennoch ist es gut, wenn wir das Thema AI weiter genau beobachten und mehr darüber wissen als die paar Buzzwords, die gerne in die Debatte geworfen werden. AI wird unsere Wirtschaft und Gesellschaft in einigen Jahren prägen – und für viele Geschäftsmodelle von entscheidender Bedeutung sein.