Manchmal frage ich mich, ob wir vor lauter Digitalisierungswahn nicht in eine Art Diskriminierung abrutschen. Wir setzen uns alle für Gleichberechtigung ein, schließen aber diejenigen aus, die an der digitalen Transformation nicht teilnehmen können oder wollen. Und zwingen sie so, an unseren Entscheidungen zu partizipieren.

Anscheinend verliert alles nicht Digitale die Daseinsberechtigung. Wie eine Welle überflutet uns der Wunsch nach Digitalisierung. Und so diskutieren „Digital Women“ auf digitalen Konferenzen über die Herausforderungen von digital Leadership während der digitalen Transformation.

Innovation muss auch in der analogen Welt passieren

Wolfgang Grupp, der Trigema-Gründer, hat neulich in einem viel diskutierten WiWo Gründer Interview gesagt, dass er finde, die Start-up Szene sei verrückt. Seine Meinung basiert auf der Tatsache, dass die meisten Gründer nur noch Plattformen bauen wollen. „Da müssen wir in Deutschland echt aufpassen, dass wir unsere Wertschöpfung nicht verlieren“, sagte er.

Ich selber hätte es nicht passender ausdrücken können. Wir müssen es endlich akzeptieren: Innovation muss auch in der analogen Welt passieren – und nicht nur auf digitalen Vermittlerplattformen.