Mitarbeiter und Unternehmer: Eigentlich ist das auch für Arbeitgeber eine ideale Kombination. Zum einen hält uns die Leidenschaft für unsere Tätigkeit im Unternehmen, zum anderen können wir als Gründer Arbeitgeberproblematiken gut nachvollziehen. Und doch erlebe ich immer wieder eine Art Skepsis vor dem internen Unternehmertum. Ich frage mich: Wo kommt diese her? Steckt dahinter eine Angst vor Veränderung?

Große Unternehmen gründen reihenweise Labs und Acceleratoren, um eingefahrene Konzernstrukturen aufzubrechen und Innovationen voranzutreiben. Umso verwunderlicher ist, dass erst wenige Firmen das Potenzial ihrer eigenen Mitarbeiter für diese Prozesse nutzen. Dabei kann man viel von internen Gründern lernen: zum Beispiel, dass die Angst vor Veränderung zu nichts führt.

Anlässe über die Deutsche Bahn zu schimpfen, gibt es viele. Mit der Ende 2016 gegründeten VC-Einheit und dem Intrapreneurship-Programm gibt der Konzern aber ein gutes Bild ab. Die Bahn nutzt so nicht nur das Know-how ihrer weltweit über 300.000 Mitarbeiter, sondern schafft durch eine Selbstverwirklichungsoption auch ein Mitarbeiterbindungstool. Smart würde ich sagen – oder wie Franziska von Hardenberg es ausdrückte: „Ziemlich cool!“