Wenn ich heute auf meine Studienzeit in Buenos Aires zurückblicke, denke ich, dass es ein guter pädagogischer Schachzug meines Professors war, mir das „Machen“ mit auf dem Weg zugeben, anstatt das „Hinterfragen“. Er gab mir dadurch die Chance, eine gewisse Naivität beizubehalten, welche ich bis heute als eine wesentliche Gründereigenschaft zähle. Unter Naivität verstehe ich keinesfalls blauäugig an eine Firmengründung oder ein Projekt heranzutreten, aber doch ungezwungener.

Schnelles Ausprobieren ist der richtige Weg

Während einer Gründung und auch in den ersten Jahren danach sollten die Gedanken frei sein, zum Querdenken angeregt werden und es sollte das schnelle Ausprobieren im Vordergrund stehen. Denn nur so können sich junge Firmen gegenüber großen Konzernen behaupten. Diese stecken oftmals unnötige Opportunitätskosten in die Prozessstruktur, anstatt einfach zu Machen und bieten uns Start-ups damit vollkommen ungewollt die Möglichkeit „First to Market“ zu sein. Und genau deshalb biete ich seit letztem Donnerstag meinen Kunden den Fernbus zum Flug gratis zu ihrer Buchung an. In Kooperation mit dem größten Player im Markt. Ich habe gemacht, bevor es jemand anders gemacht hat.