Wie es dazu gekommen war? Vier Monate zuvor, während der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin, sprach ich Daniel, einen der Flixbus-Gründer, einfach an und fragte ihn, ob wir mal gemeinsam Mittagessen gehen könnten. Ich war der Meinung, dass zwischen dem deutschen Fernbusmarkt und dem Linienbus-Tourismus meiner Firma durchaus Schnittpunkte bestehen und fand, dass wir uns kennenlernen sollten. Daniel sah es ähnlich und so saßen wir wenig später beim gemeinsamen Lunch in Berlin zusammen.

Es war einer der ersten, warmen Frühsommertage dieses Jahr und mit den Sonnenstrahlen kamen auch erste Ideen über eine mögliche Zusammenarbeit. Wir kamen von Hölzchen auf Stöckchen, sprachen unter anderem über Gründungs- und Businessideen und verabschiedeten uns mit dem Vorsatz, unsere Ideen weiter auszubauen.

Eine Enttäuschung als Antrieb

Daniel hielt sein Wort, leitete die Kooperationsideen an die Vertriebsabteilung weiter und es folgte ein weiteres Meeting. Bei unserem neuen Gesprächspartner allerdings fand unsere ursprüngliche Idee weniger Anklang und so waren meine Kollegin und ich gezwungen schnell umzudenken. Denn der Kontakt bestand hier und jetzt. Vielleicht bedurfte es auch genau dieser Enttäuschung über den Verlauf des Gespräches, die uns zum Nachdenken anregte und schlussendlich zu einer Erkenntnis führte: Zwar bieten fast alle Reiseveranstalter in Deutschland ihren Kunden ein Rail&Fly an, aber kein einziger implementiert den „Bus zum Flug“ in sein Portfolio. Unser To-Do sah also folgendermaßen aus: Wenn wir schaffen, Flixbus von einer Kooperation zu überzeugen, wären wir nicht nur der erste deutsche Reiseveranstalter für weltweite Linienbusreisen, sondern auch der erste deutsche Reiseveranstalter, der seinen Kunden eine kostenlose Fahrt mit dem Fernbus zum und vom Flughafen anbieten würde. Und genauso haben wir es dann gemacht.