Auch privat können wir mit Hilfe von Start-ups viel tun: Um den eigenen Energieverbrauch ökologischer zu gestalten, erhalten wir beispielsweise Unterstützung vom in der Hauptstadt ansässigen Start-up EigenSonne. Das Unternehmen will den Weg zur privaten Solarstromanlage für jedermann so bequem und einfach zu machen, wie man das heute von Diensten im Internet gewohnt ist. Dabei soll alles aus einer Hand kommen, vom Erstkontakt über Planung und Finanzierung bis zur Installation. Und wer als Vermieter seinen Mietern Solarstrom anbieten möchte, für den hat Prosumergy ein passendes Angebot. Dazu gehört nicht nur die Anlagenplanung und Installation, sondern vor allem auch die softwaregestützte Kundenabrechnung.

Ausreden à la “Was kann ich als Einzelperson schon tun” haben so keine Chance mehr: Die Möglichkeiten sich zu engagieren sind grenzenlos. Schon wer Abfall vermeidet, schützt die Umwelt. Ganz besonders viel Abfall fällt in unseren Supermärkten an, wenn Lebensmittel vermeintlich zu alt sind oder nicht mehr schön genug, und dann aussortiert werden. Sirplus rettet und verkauft solche Lebensmittel in seinem Online-Shop sowie mittlerweile auch in drei eigenen “Rettermärkten” in Berlin.

Das Potenzial digitaler Technologien ist riesig

Digitalisierung kann einen riesigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – digitale Technologien benötigen aber selbst erst einmal Energie. Windcloud betreibt als Cloudanbieter ein eigenes Rechenzentrum in Nordfriesland, das ausschließlich mit regenerativen Energien betrieben wird. Vor allem wird Windenergie genutzt – dank eines Hybridspeichers funktioniert das auch bei Windstille. Und im Notfall wird auf Solar- und Biogasstrom zurückgegriffen.

Das disruptive Potenzial digitaler Technologien ist riesig. Wenn es uns gelingt, wirklich autonome Autos mit Elektroantrieb auf die Straße zu bringen, wie wird das unsere Mobilität verändern? Und wenn diese Autos untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur wie Ampeln kommunizieren, muss dann noch jemand im Stau stehen? Wenn wir von jedem Ort der Welt aus arbeiten können und dank Virtual Reality trotzdem gemeinsam in einem Raum stehen, wie viele Leute werden dann nicht mehr täglich ins Büro pendeln müssen? Und wenn wir ernst machen mit der Sharing-Economy dank digitaler Plattformen, dann brauchen wir schlicht weniger Ressourcen für den gleichen Komfort.

Innovative Start-ups brauchen Unterstützung seitens der Politik

Die Zeit, den Klimawandel aufzuhalten, wird knapp. Noch einmal in 13 Jahren zurückschauen und feststellen, dass wir zu wenig getan haben, wäre fatal. Auch wenn Deutschland nicht alleine den Klimawandel aufhalten kann, muss die Politik endlich handeln und eine Vorreiterrolle einnehmen. Und dazu zählt auch, innovative Start-ups zu unterstützen und zu fördern, die versuchen ihren kleineren oder größeren Beitrag für eine intakte Welt zu leisten. Vielleicht verbirgt sich hier “the next big thing” – es wäre uns und der Umwelt zu wünschen.