Das Start-up will werdenden und frisch gebackenen Eltern weiterhelfen. Mit W&W steigt jetzt eine große Versicherungs- und Bankengruppe bei dem jungen Start-up ein.

Nachwuchs im Gesellschafter-Kreis: Das 2017 vom Company-Builder Heartbeat Labs initiierte Start-up Kinderheldin hat zwei neue Investoren gewonnen. In einer jetzt abgeschlossenen Anschubfinanzierung beteiligte sich ein strategischer Partner sowie ein privater Geldgeber an dem jungen Unternehmen, dass über digitale Kanäle besorgte Eltern mit Hebammen vernetzen will.

Nach eigenen Angaben haben bereits heute 15 Prozent der schwangeren Frauen oder Müttern von Säuglingen die Möglichkeit, auf Unterstützung von Kinderheldin zurückzugreifen. Ein wichtiger Schritt zu dieser Reichweite war eine Kooperation mit der gesetzlichen Krankenkasse Barmer, die das Start-up vor wenigen Wochen verkündet hatte.

Kooperationen mit Krankenkassen

Weitere Kooperationen sollen in Arbeit sein – die frisch eingeworbenen Finanzmittel sollen dabei helfen, Partnerschaften insbesondere mit Krankenkassen festzuzurren. „Wir freuen uns darauf, unser Geschäftsmodell weiter auszubauen und ein positives Signal in den Telemedizin-Markt zu senden”, sagt Fabian Müller, Gründer und Geschäftsführer von Kinderheldin. Bei der medizinischen Beratung via Chat und Videotelefonat hat sich seit einer regulatorischen Lockerung im vergangenen Jahr viel getan. Auf die Vermittlung von Betreuung und Unterstützung setzen zudem eine ganze andere Reihe von Start-ups.

Einer der neuen Gesellschafter positioniert sich bereits stark als Vorsorgespezialist: Die börsennotierte W&W-Gruppe, zu der unter anderem die Marken Wüstenrot und Württembergische gehören, bietet Bausparverträge, Bankprodukte und Versicherungsleistungen an. Ende 2017 wurde mit W&W Brandpool eine eigene Säule gegründet, die sich auf neue Geschäftsmodelle konzentrieren soll.

Dessen Geschäftsführer Daniel Welzer betont nun in einer Pressemitteilung, dass das digitale Geschäftsmodell von Kinderheldin vielversprechend sei und genau in das Portfolio passe. Nach eigenen Angaben hat die W&W-Gruppe Anteile in einem niedrigen zweistelligen Bereich erworben – wie viel Geld dafür floss, wurde nicht mitgeteilt.

Darüber hinaus beteiligt sich in an der aktuellen Anschubfinanzierung noch ein nicht genannter Business Angel, der als langjähriger Chefarzt einer Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe zudem auch als Experte zur Verfügung stehen soll. Der Company-Builder Heartbeat Labs, der sich auf die Bereiche Telemedizin und Gesundheits-App fokussieren will, hat nach eigenen Angaben ebenfalls Geld zu der Finanzierung beigesteuert.