Wieso, was kostet denn der Komfort?

Anfangs haben wir zehn Prozent auf die Bestellungen aufgeschlagen. Inzwischen ist der Service aber umsonst, wir erhalten dafür eine Provision von den Anbietern die wir nutzen, beispielsweise den Pizzalieferdiensten oder Reisebuchungsplattformen. Wenn etwas nicht so einfach zu liefern ist und zusätzliche Kosten beispielsweise für Kuriere anfallen, berechnen wir diese natürlich. Das wird aber vorher transparent kommuniziert und geklärt.

Wie oft gibt es Anfragen, die GoButler nicht erledigen kann?

Es gibt natürlich die absurdesten Anfragen, die erzählt man sich dann am Abend. Jemand wollte beispielsweise, dass wir mit seiner Freundin Schluss machen, dem haben wir stattdessen eine Benimmschule empfohlen. Dann gibt es Leute, die gewisse Services für zu Hause wünschen, das machen wir auch nicht.

Um alle legalen Tätigkeiten kümmern wir uns. Dabei ist es immer auch ein Spaß und eine kleine Herausforderung auch absurde Anfragen zur Zufriedenheit zu erledigen. Wobei die Absurditäten deutlich weniger werden und der Großteil der Anfragen mit alltäglichen Dingen zu tun hat.

Sie sind viel beschäftigt, da liegt es nahe, sich Dinge abnehmen zu lassen. Aber wieviel Zeit haben sie da überhaupt, sich noch mit um ein Start-up zu kümmern?

Mehr als man denkt, wobei es oft auch mal bis früh in die Nacht geht. Gerade war ich noch bei den Jungs, die sagten, sie hätten selbst nicht gedacht, dass ich so viel Zeit habe.

Was machen Sie bei GoButler konkret?

Wir sitzen viel zusammen und reden über den Dienst. Aber ich bin nicht derjenige, der sagt als nächstes sollten wir Südamerika ausrollen. Ich bin dafür zuständig, die Außenwirkung voranzutreiben. Ich kann GoButler bei Stefan Raab vorstellen oder mal was bei Facebook oder Twitter raushauen. Und dass ich mal mit der WirtschaftsWoche rede, hätte ich vorher auch nicht gedacht.