Geese hat nach seinem neuen Auftraggeber im Internet gesucht. „Ich empfehle aber jedem, möglichst viele Veranstaltungen, wie Start-up Weekends oder Pitches, zu besuchen. Dort lernt man Leute kennen und kann ausprobieren, ob es passt“, sagt er. Für den Rostocker stand schnell fest, dass er in einem Start-up arbeiten will. Er hat Spaß an schnellen Resultaten, direktem Feedback von Kunden und kann sich mit dem Produkt identifizieren. Einen Plan B, neben Fahrradjäger, hat er nicht. Er sei optimistisch gestimmt, was sein finanzielles Überleben anginge. Mit einem Informatik Studium und Arbeitspraxis, ließe sich bestimmt immer wieder etwas finden.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Die Suche nach dem passenden Start-up, wurde, für Geese, sicherlich dadurch vereinfacht, dass er nicht viel Wert auf Sicherheit und das große Geld legt. Wer sich bei einem Start-up bewirbt, kann beides nicht erwarten. Zudem kann das Risiko, welches Start-ups mit sich bringen, nie ausgeblendet werden. Gründungsberater Andreas Herzog sagt: „Start-ups wachsen und verändern sich kontinuierlich. Deshalb kann nie eine genaue Prognose gefällt werden.“

Gleichzeitig ermutigt der Experte von Start-up consulting aber, solche Fragen im Vorstellungsgespräch zu thematisieren. „Es darf explizit nachgefragt werden, wie die Gründer vorhaben, ihren Umsatz zu steigern, und wie die nächsten Schritte aussehen sollen“, sagt er. Diese Offenheit sei ein großer Pluspunkt in der Start-up Branche.

Menschen, die unsicher sind, empfiehlt Herzog ein Praktikum zu machen oder die Probezeit zu nutzen und ehrlich zu sich selbst zu sein. So kann schnell herausgefunden werden, ob es passt oder nicht. Außerdem sollte sich der Bewerber zuerst in Branchen umschauen, zu denen er einen persönlichen Bezug hat. „Das Schreiben eines Blogs, das regelmäßige Lesen einer Zeitschrift oder das private Interesse allein, kann schon ausschlaggebend sein“, sagt Herzog. Eine Identifikation mit dem Start-up sei sehr wichtig.

Zuletzt gilt: Keine Angst vor dem Scheitern haben. Die Zeit, die im Start-up verbracht wird, fassen neue Arbeitgeber meist positiv auf. Es beweist, dass der Mitarbeiter unternehmerische Erfahrung sammeln konnte und Prozesse kennengelernt hat. Auch ein Branchenwechsel, ist nicht ausgeschlossen. Und bei ausreichender Kompetenz, wird es kein Problem sein, in einem anderen Unternehmen, einen neuen Job zu finden.