Der Einstieg in weitere Märkte ist bei Babbel aber vorerst nicht geplant. Markus Witte und sein Team wollen sich zunächst auf die bestehenden Länder konzentrieren. „Wir planen unsere Marktexpansion sehr gezielt“, sagt der Gründer. „Ich sage immer: Fokus ist eine der knappsten Ressourcen.“ Auch Übernahmen erteilt der Geschäftsführer des Berliner Start-ups eine Absage. Da der Markt noch sehr jung sei, sehe er den Markt noch nicht in einer Konsolidierungsphase, erklärt Witte.

Babbel will (noch) nicht an die Börse

Die aktuelle Finanzierungsrunde bedeutet für die Sprach-App aber nicht nur frisches Kapital. Auch strukturell steht eine Veränderung an: Im Verwaltungsrat des Berliner Start-ups sitzt nun ein Vertreter des Investors SEP. Angesprochen darauf, wie viele Anteile der neue Geldgeber nun an Babbel hält, lacht Witte nur. Dazu mache man keine Angaben, so der Chef des Start-ups. Dass SEP aber nun Mitspracherecht bei Babbel hat, verrät vielleicht auch schon genug.

Ähnlich verschwiegen bleibt Witte bei der Frage nach den geplanten Umsätzen für dieses Jahr. Der Gründer sagt zwar, man habe Umsatzvorstellungen, wie hoch diese liegen, verrät er aber nicht. „Wir kommunizieren Umsätze nicht“, sagt Witte. „Wir sind nicht an der Börse und nutzen es aus, dass wir solche Zahlen nicht veröffentlichen müssen.“ Einen Börsengang kann sich der Babbel-Chef für die nahe Zukunft dementsprechend auch nicht vorstellen.