„Entrepreneurship ist ein wichtiger Bestandteil des MA-Studiums an der HHL“, sagt Christina Koch, die am Konferenztag für die Betreuung der Vortragenden zuständig ist. „Dennoch kann die Theorie niemals die Praxis ersetzen“, so die 25-Jährige. Zwar schätze sie die Seminare, in denen sie lernt eines Businessplan zu schreiben, aber die wertvolleren Erfahrungen hat die Studentin während zwei Praktika bei Start-ups gelernt. „Mit der Konferenz möchten wir Theorie und Praxis miteinander verbinden und Studenten die Möglichkeit bieten ihre Gründungsidee zu konkretisieren und sich ein Netzwerk aufzubauen“, sagt Koch.

Smart-Home-Software kann nervende Alltagsprobleme lösen

Neue Kontakte knüpfen und über IoT-Ideen zu sprechen, war auch das Ziel von Thomas Eichstädt-Engelen, CTO von neusta next. Der Informatiker arbeitet seit März bei dem Start-up, das Smart-Home-Lösungen anbietet. Doch wie andere aus der Branche sieht er sich dabei oft mit einem Vorurteil konfrontiert: „Smart Home ist was für Nerds und löst Probleme, die niemand hat“, sagt Eichstädt-Engelen. Dabei könne Smart-Home-Software durchaus nervende Alltagsprobleme lösen.

„Denken Sie nur an die Lichter am Weihnachtsbaum und wie sie die anschalten, wenn der Schalter irgendwo hinten im Baum ist“, erklärt Eichstädt-Engelen. Die Lösung wäre, dass man die Lichter über das Handy anschalten kann. „Aber wir möchten noch einen Schritt weitergehen und die Software so programmieren, dass die Lichter von allein wissen, wann sie sich an- und ausschalten sollen“, sagt Eichstädt-Engelen. Diese Software soll alle elektrischen Geräte des Hauses miteinander verbinden und kann zum Beispiel auch dafür sorgen, dass sich ein Ofen selbst ausschaltet, wenn in der Küche keine Bewegung mehr registriert wird. Doch bis sich diese Ideen in den deutschen Haushalten etablieren, müssen IoT-Unternehmen noch einige Probleme lösen.

Eine der größten Herausforderungen ist dabei die Frage der Interoperabilität. In den meisten Fällen funktionieren Geräte mit unterschiedlichen Softwares und dass alle Geräte miteinander kompatibel sind, setzt eine gemeinsame Sprache voraus. „Doch jeder möchte dabei seine eigenen Standards setzen“, sagt Eichstädt-Engelen. Vor allem Unternehmen wie Apple und Google würden in dieser Frage sehr selbstbewusst auftreten. Eine zweite Herausforderung ist Datensicherheit. IoT-Unternehmen, die an Smart Cars oder Smart Homes arbeiten, sammeln Unmengen an Daten, die sie für die Vernetzung benötigen.