Wie werden wir künftig leben, arbeiten, unsere Freizeit verbringen? Die Interactive Cologne befasst sich in einer Mischung aus Konferenz, Start-up-Lab und Festival mit der digitalen Zukunft.

„The Future of…“ lautet das übergreifende Thema der Interactive Cologne, einem Netzwerk-Treffen für Designer, Entwickler, Investoren und andere am digitalen Fortschritt interessierte Menschen. The Future of… – Die Zukunft des Handels, der Industrie, des Sports und der Gesundheitswirtschaft sind einige Aspekte, welche die Digitalbranche auf dem zweitägigen Treffen in Köln bespricht.

Den Start machten Vorträge und Podiumsdiskussionen über das Verschmelzen von Online- und Offline-Shopping und über das Internet der Dinge („Wenn die Kaffeemaschine mit der Kaffeetasse kommuniziert“). In einem Developer-Track versuchten die Interactive-Besucher mit einem Pen & Paper Hackathon, den Verkehr und die Mobilität in der Stadt der Zukunft mitzuentwickeln.

Für Gründer gibt es auch einige interessante Veranstaltungen: In einem eigenen Entrepreneurship-Track – mitorganisiert vom Kölner Startup-Inkubator Startplatz – können sie den ganzen Tag lang netzwerken und von vielen Show Cases und Best Practice-Beispielen lernen. Der Gründer des App-Entwicklers Maple Apps erläutert, wie man eine erfolgreiche App entwickelt. Der Gründer des Beratungsunternehmen Mak3it – spezialisiert auf Digitalisierung – erklärt, was große Unternehmen von innovativen Start-ups lernen können.

Außerdem präsentieren in einer „Pitch Werkstatt“ drei Start-ups ihr Geschäftsmodell dem Publikum und vier Pitching-Experten. In einer anschließenden Session erzählen drei Gründer (des Nahrungsergänzungsmittel-Herstellers Sanomed, des Website-Sicherheitssoftware Resecure und der eCommerce Agentur Warenkorb) ihre Story und geben dabei wertvolle Tipps.

Die Digitalisierung stellt Gründer vor neue Chancen und Herausforderungen. Chancen, eigene Ideen für die digitale Zukunft mit einem Start-up umzusetzen. Herausforderungen, sicher mit gesammelten Kundendaten umzugehen und die gestiegenen Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen. „Eine gute Geschäftsstrategie wird weiterhin extrem wichtig bleiben“, sagte Arzu Uyan, Projekt Managerin der Digitalagentur 42DP, in einer Session zur „Future of Business“. Anders werde sich fundamental ändern. Das Interface von Geräten soll eingängiger werden. Produkte und Dienstleistungen müssen nicht mehr nur einen gewissen Zweck erfüllen, sondern die Kunden wollen einen umfassenden Erlebnischarakter, ein gutes Usability Experience.

Passend dazu bezeichnet sich die Interactive Cologne selbst nicht als Konferenz, sondern als Festival mit Unterhaltungselementen. Am Abend wirft eine 3d-Projektin (Art Mapping) die Geschichte der Arbeit an das Festivalgebäude, die IHK in Köln. Danach folgt eine Beats & Bytes Braindancing-Clubnacht. Die Hirnströme des DJs und der über Wearables gemessen Puls der Gäste auf der Tanzfläche bestimmen den Beat und werden visuell dargestellt. Auch wer die Interactive Cologne nicht offiziell besucht, kann beim Braindance mitmachen (Eintritt fünf Euro).

Die Zukunft wird nie definitiv vorhersehbar sein. Aber die Interactive Cologne ermöglicht einen bunten und extrem spannenden Blick in die Glaskugel.