Damit ist das Team nicht alleine: Zalando, Amorelie, Marley Spoon, Flixbus, Flaconi und viele weitere Start-ups nutzen Instagram mittlerweile als Marketingkanal. Besonders beliebt ist der passende Hashtag zu dem jeweiligen Produkt: Bei Rebelle zum Beispiel ist das #rebelleofficial, zugegeben nicht allzu einfallsreich im Gegensatz zu Amorelie. Der Online-Shop für Unterwäsche und Sexspielzeug fordert seine Nutzer auf, Fotos mit dem Hashtag #betterlover zu posten – tatsächlich tauchen darunter meist Fotos von Amerolie selbst und nur selten Fotos von Liebespaaren auf.

Wenn man Instagram als Verbreitungskanal nutzen will, ist es von Vorteil, wenn man ein anschauliches Produkt vertreibt. So wie Flaconi: Parfüm-Flacons sind in der Regel optisch ein Hingucker, besonders solche von Firmen wie Chanel oder Yves Saint Laurent. Auch hier gilt: in Szene setzen, lächeln, Klick. Jedes Foto ist perfekt.

Darum geht es schließlich bei Instagram: Perfektion. Mit einem Account auf dem Social-Foto-Netzwerk kann ein Unternehmen – egal ob Start-up oder Großkonzern – seinen Lifestyle oder den, den es gerne verkörpert, zeigen. Die Kundenbindung ist dabei ein wichtiges Merkmal. Laut einer Studie von Quintly nimmt die Interaktion von Instagram-Nutzern immer weiter zu und soll in diesem Bereich Facebook und Twitter überholt haben. Auch Carsten Hendrich, Vice President Brand Marketing von Zalando, hat im vergangenen Jahr im Interview mit der Gründerszene gesagt, dass Instagram ihnen als „Aktivierungsportal“ diene. Dabei lohne sich die Interaktion mit den Nutzern, weil die organische Reichweite bei Instagram größer sei als zum Beispiel bei Facebook.