Lernen, Parken, Sortieren: Auch in alltäglichen Aufgaben finden viele Start-ups Verbesserungspotenzial. Der Bitkom zeichnete jetzt drei Unternehmen aus.

8000 Besucher, darunter 2000 Start-up-Vertreter – und ein gemeinsames Interesse: Bei der Konferenz hub.Berlin stand in dieser Woche das Megathema Digitalisierung im Fokus. „Um Deutschland fit zu machen für die Digitalisierung, müssen wir Start-ups, Mittelständler und große Unternehmen viel enger zusammenbringen”, bilanzierteAchim Berg, Präsident des Veranstalters Bitkom, nach den zwei Tagen, die gestern zu Ende gingen.

Das Interesse der etablierten Wirtschaft an Impulsen von Start-ups bleibt dabei groß. Mehr als 200 Teilnehmer kamen etwa nach Angaben der Veranstalter aus den Digital Hubs. In den zwölf bundesweit verteilten Zentren arbeiten junge und traditionsreiche Firmen gemeinsam daran, bestimmte Branchen besser zu vernetzen.

In Berlin lockte zudem die große Bühne. Beim „Innovators’ Pitch” konnten die Start-ups um ein Preisgeld und die Aufmerksamkeit der anwesenden Unternehmensvertreter buhlen. Mehr als 200 Start-ups hatten sich für den Wettbewerb beworben. Je drei pro ausgeschriebener Kategorie traten gegeneinander an. Die Sieger ständen für „ganz besonders innovative Lösungen”, würdigte Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp:

StudySmarter (Digital Learning & Edtech): Das Münchener Start-up baut eine Online-Plattform, auf der sich Studierende für Uni-Klausuren vorbereiten können. Die eigenen Inhalte können dabei hochgeladen werden – und sich in Karteikarten oder Mindmaps verwandeln lassen.

Aipark (Digital Supply Chain): Für 500 Städte in 15 Ländern bieten die Entwickler bereits Echtzeit-Karten zur Auslastung des Parkraums an. Diese Daten und die Aufbereitung stellen sie anderen App- oder Softwareentwicklern zur Verfügung. Nicht-kommerzielle Anbieter dürfen die Informationen sogar kostenfrei verwenden.

Doks.Innovation (Digital Supply Chain): Mit Drohnen lässt das Kasseler Start-up Lagerhallen überwachen – und verbessert so den Überblick über den Warenbestand. Entstanden ist die technologische Basis in einem Fraunhofer-Institut. Das junge Unternehmen konnte bereits Investoren überzeugen.