Schwierigkeiten bereitet Jentzsch auch, dass er das Startup von einer UG in eine GmbH umwandeln will. Den deutschen Behörden muss er offizielle Übersetzungen der Urkunden vorlegen. Bei dem bürokratischen Hin und Her zwischen den Ämtern beider Kontinente holte sich Slock.it externe Hilfe. 20.000 bis 30.000 Euro könnten in solchen Fällen anfallen, meint Jentzsch und schlussfolgert: „Wenn ich es noch einmal machen würde, würde ich gleich eine GmbH und nicht erst eine UG gründen”.  Solch hohe Kosten sind jedoch eher die Ausnahme. Bei Beratern wie Alton gibt es das schmalste Paket bereits für 1500 Dollar.

Wer gegenüber Investoren auf eine US-amerikanische Tochterfirma verweisen kann, mag im ersten Gespräch punkten. Langfristig würde die Gründung einer Inc. oder LLC allein jedoch nicht reichen, mahnt Diewald der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer und verweist auf die große Rolle von Netzwerken in den USA.

Deutsche Gründer müssten lernen, offener, ausdauernder und, ja, manchmal auch penetranter aufzutreten, wenn es darum geht, den Kontakt zu potentiellen Geschäftspartnern im US-Markt aufrecht zu halten, sagt sie: „Denn so schnell wie man drin ist, so schnell ist man wieder draußen”.