Online-Wein-Verkauf als Geschäftsmodell – die Blasberg-Brüder stehen mit ihrer Idee nicht alleine da. Immer mehr junge Gründer setzen auf die Rebe im Netz, in den letzten Jahren sind zahlreiche Start-ups in diesem Bereich entstanden. „Gerade der Online-Handel entwickelt sich positiv“, sagt Ernst Büscher, Sprecher des Deutschen Weininstituts „und nach oben ist noch reichlich Luft, denn der Verkauf im Internet beträgt zurzeit erst drei Prozent.“

Sechs Milliarden Euro für Wein

Zwar kaufen die Deutschen insgesamt weniger Wein als noch vor ein paar Jahren, doch die Ausgaben pro Kopf steigen –  rund sechs Milliarden Euro waren es nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) im vergangenen Jahr.

„Das Wichtigste bei der Gründung ist es eine spannende Nische zu finden. Die neuen Shops müssen sich auf bestimmte Regionen oder Herkunftsländer konzentrieren, eine neue Zielgruppe ansprechen oder beispielsweise auf Öko-Weine setzen. Als einfache Verkaufsplattform haben es Newcomer neben den renommierten Big-Playern wie etwa Hawesko und Discountern wie Lidl schwer“, sagt Ernst Büscher.

Auch Investoren haben das Potential des Weines erkannt. Das beweist der Shop “Geile Weine” aus Mainz. Gründer Sedat Aktas hat es geschafft auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch 200.000 Euro von 296 Geldgebern einzusammeln. Und dass, obwohl der auffällige Name so manchem Weinliebhaber Kopfschmerzen bereitete.