Digital Economy europaweit vorantreiben

Nun als Gastgeber sieht sie auch die Vorteile für die gestandenen Unternehmer: „Ich habe die Möglichkeit, in einem Pool voller Neugründer aus der ganzen EU nach spezifische Skills, Sprachen, Industrien und Berufserfahrung zu filtern.“ Außerdem profitiere sie als Gastgeber von „frischen, motivierten und neugierigen Jungunternehmern, die uns mit neuen Ideen, Kontakten, und dem Verständnis anderer Geschäftskulturen bereichern.“

Ihr letzter Gast in ihrer Künstleragentur: ein Jungunternehmer aus Südtirol, der bereits internationale Erfahrungen mitbrachte und so Sbous Service-Spektrum erweitert konnte. „Wir sind mittlerweile gute Freunde geworden und schmieden immer wieder neue Pläne“, sagt Sbou. Aktuell plant ihre Firma einen Jungunternehmer aus der Türkei aufzunehmen, den sie schon im Rahmen einer Tournee besuchte. „Er hat unsere Meetings in Istanbul organisiert, sodass wir auch seine lokalen Partner kennenlernen konnten. Ich finde es super, wenn solche Synergien entstehen.“

Und das sei heute auch einfach unverzichtbar, macht Butters von Eurochambres deutlich: „Wer sein Geschäft online aufbaut, der ist zumeist automatisch schon ein Stück international“. Ländergrenzen seien online schließlich wenig relevant. „Deshalb denken wir, dass die Wechselbeziehung zwischen dem Programm und dem Phänomen der Digital Economy sehr wichtig ist – Erasmus für Jungunternehmer kann einen Beitrag leisten, um in Europa eine starke Digital Economy voranzutreiben“, so Butters. Sbou charakterisiert das Entrepreneur-Erasmus so: „Das Programm bringt Unternehmer zusammen, die über Grenzen hinaus denken, und bereit sind, voneinander zu lernen. Das macht einfach Spaß.“