Vom Jungunternehmer zum Gastgeber

Jetzt planen auch beide von Hahns Mitgründern ihre Austausche, um ihr europaweites Netzwerk für das eigene Start-up zu erweitern: Schwester Julia reist vermutlich zu einem Unternehmen in Schottland und auch Wilhelm Bacher will ab August einen Austausch starten. Angenommen sind beide schon im Programm, jetzt fehlt nur noch der Gastgeber. Für Hahn ist klar – er will sich auch in Zukunft beim Entrepreneur-Erasmus engagieren: „Sobald unser Start-up drei Jahre alt ist, werde ich mich sofort als Host anmelden, um mit Gleichgesinnten zu arbeiten und meine Erfahrungen weiterzugeben“.

Thomas Berger von inter.research nennt das dann „Alumni-Karrieren“ – so wie die von Louna Sbou. 2009 hörte sie erstmals vom „Erasmus for Young Entrepreneurs“ und bewarb sich kurz darauf. „Schon alleine der Gedanke, von einem internationalen Unternehmer lernen sowie potenzielle Kooperationen innerhalb der EU ausbauen zu können, hat mich vom Programm überzeugt“, sagt Sbou. Als Jungunternehmerin war sie zu Gast in Österreich. Heute managet sie mit tunesisters Entertainment ihr eigenes Unternehmen aus der Entertainment,- Event,- und Musikindustrie.

Als Sbou nun von inter.research in Fulda angesprochen wurde, ob sie nicht jetzt als Gastgeber ins Programm einsteigen wolle, stimmte sie zu: Sie wolle den heutigen Jungunternehmen das anbieten können, was ihr selber so gefallen hat, so Sbou: „Vor allem im Zeitalter der Globalisierung, der Y-Generation, und grenzüberschreitende Geschäftsmöglichkeiten ist das Programm ein optimaler Kanal zur internationalen Integration, Netzwerkausbau und Erfahrungsaustausch.“